Samstag, 6. Dezember 2014

Relevante Informationen von bedeutsamer Wichtigkeit

Haben wir eigentlich wieder oder immernoch Dezember? Ich bin so'n bisschen exaltiert, weil die schon wieder n neues Pokemonspiel released haben. Oder zwei, je nachdem.
Pokemon ist auch so'n Wort wo man eigentlich das Akzentzeichen über dem e nie vergessen darf, weil die Leute das sonst alle so komisch aussprechen, dass man sie schlagen will.
"Pokémon", nicht "Pockemon"! Hört euch den Titelsong an und achtet auf die Silbenbetonung. Ich weiß das Wort kommt von "Pocket", aber nein. Alternativ geht "Poketto Monsutā". Das trau ich mich aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse zwar nicht auszusprechen, aber wenn ihr das könnt, dann macht das, es liest sich in meinem Kopf nämlich irgendwie ziemlich niedlich-klingend. Hab mir das neue Spiel natürlich schon bestellt. Nicht dass ich wirklich Geld hätte, aber es ist halt echt wichtig das zu haben, weil
Hab ich eigentlich noch Leser die irgendwie auch so voll Pokémon sind?

...

Mein Teesammlung ist gewachsen - Ich hab schon mehr Leute mit Teegelaber verscheucht als ich überhaupt kannte - und ich werd tatsächlich immer besser was das Aufgießen angeht. Zumindest schmeckt es so. Wenn Subway das Sandwichmachen zur Kunst erklären kann, dann darf ich das auch mit Tee. Seitdem laber ich Leute natürlich noch mehr damit zu und das geheuchelte Nicht-Desinteresse das meinem Gerede entgegen gebracht wird ist wirklich verfilmbar. Es muss halt aber auch nur echt mal gesagt werden.
Tee.

...

Außerdem Nikolaus: Ich war heute noch so kurz vor Ladenschluss Zeug kaufen um es morgen bzw. heute gegen die Zuneigung meiner Familie eintauschen zu können. Das gleiche dann natürlich nochmal an Weihnachten. Weil ich ja so reich bin. Und weiß was die sich wünschen.
Nervt so'n bisschen das Ganze, genau wie ich andersrum auch irgendwie selbst keine Geschenke mehr kriegen will, weil ich einfach nichts brauche und ich nicht so Bock auf die Verschwendung hab.

...

Was ich coolerweise noch irgendwo rumdingsen hab ist dafür n Gutschein für so'n Biosupermarkt. Da will ich schon voll lange mal hin. Bin ja sonst eher so der Fastfood- und Fertigzeug-Mensch, aber ich bin irgendwie plötzlich mal in einem drin gewesen und die hatten echt verrückte Lebensmittel zum Teil. Oder halt einfach Zeug von dem ich vorher noch nie gehört hatte und was ich jetzt unbedingt alles haben muss. Soviel zu "ich brauch nichts"; Aber das zählt trotzdem. Ist ja auch kein wirkliches Brauchen und ich kanns mir halt selbst kaufen. Von wegen Gutschein und so. Egal.
 

Ist jetzt voll der Konsumpost geworden irgendwie.
Grüße an die Tee- und Pokemonlobby.


Freitag, 31. Oktober 2014

Selbstgespräche

Eine autoreflexive Virtualsuizidanalyse, sowie es mir das Datum erlaubt episodisch unter den virtuell Lebendigen wandeln zu können.

Die Welt ist wieder in Ordnung.

Wenn ich ehrlich zu mir bin, was tatsächlich nur gelegentlich passiert, dann hat sich seit Anfang Juli nicht besonders viel verändert. Ich war weg, irgendwie. So ganz. Aber ich bin auch noch nie nicht wieder zurückgekommen. Ich hab mich wohl irgendwie abgeschottet, was vielleicht die Konsequenz aus meinem letzten Post hätte sein können, aber eigentlich gar nicht war. Es ist einfach passiert.

Gemessen an zwischenmenschlicher Interaktion war ich den ganzen September über tot. Hab Anrufe ignoriert, SMS, Nachrichten und eine Postkarte. Ich hab den Kontakt abgebrochen. Vorübergehend. Und das zu eigentlich allen zu denen es für mich möglich gewesen ist. Das Ganze hat dann ne Weile angehalten und ich weiß auch gar nicht ob es schon vorbei ist. Genauso wie ich keinen Plan hab, was oder ob ich überhaupt etwas damit erreichen wollte.

Mich selbst zu verstehen ist manchmal echt schlimmer als Mathe. So als ob ich zwei Personen wäre, von denen mindestens eine viel zu verschlossen ist. Nur dass da eben nur ich bin, was es irgendwie peinlicher macht. Verstehen sich eigentlich andere Menschen einigermaßen?

Ich weiß ja nicht mal ob ich das will. Oder was überhaupt. Und ich denke trotzdem oder vielleicht auch gerade deswegen unglaublich gerne drüber nach. So wie Überanalysieren, aber halt auf dieser Metaebene und als Hobby. Wo ich mich einschließe und dann versuche mich selbst zu verstehen, oder alles außer mir oder generell überhaupt irgendwas. Vielleicht tu ich das aber auch genau deswegen nicht, weil ich nicht weiß wonach ich eigentlich suche. Oder ich tu's eben, zumindest irgendwas davon, nicht alles, aber ich merk's nicht, weil ich kein konkretes Ziel hab, was ich aber eben auch nicht finde.

Was an dieser Einsamkeitssache echt abartig beruhigend wirkt ist das "nicht erreichbar sein" in einer Welt in der du fast nichts anderes mehr bist. Das Handy auszuschalten und einfach nirgendwo mehr online zu sein wo dich Leute sehen könnten. Verschwinden, so'n bisschen. Als ob deine Internetidentität ins Gras gebissen hätte oder es dich einfach generell nicht mehr gibt. Nur ohne den unangenehmen Teil.

Trotzdem hatte ich genug Hoch- und Tiefpunkte. War also alles vielleicht nicht so perfekt wie erhofft, wenn auch trotzdem nicht schlecht. Menschen aus dem zu Weg geh'n heißt aber halt nicht zwangsläufig auch Probleme zu vermeiden. Zumindest nicht alle von denen. Es gibt aber ne Menge Zeit zum Denken, was zum Teil echt ziemlich cool ist.

Vielleicht war's sone Trotzreaktion, darauf wie die Welt grade läuft. Anti(-)Social-Networking. Vielleicht auch nur ne komische Form von Urlaub. Nicht geographisch, aber psychisch. Allein sein zumindest, gefällt mir irgendwie und ist, wenigstens für mich, bestimmt nicht so schlecht wie immer alle sagen. Von daher ist alles ziemlich cool grade.

Außerdem ist heute der beste Tag des Jahres, ich hab'n Endlosvorrat an allem was irgendwie fett und/oder Karies macht und ne Reihe noch ungesehener Folgen der neuen AHS-Staffel.

Happy Halloween! Auch wenn ich ziemlich am Thema vorbeigeschrieben hab.

In 365 Tagen geht's weiter.

Freitag, 4. Juli 2014

Alleinsamkeit

Ich war also wirklich auf diesem Geburtstag, um herauszufinden, dass ich nicht wirklich auf einem Geburtstag sein wollte. Es war überdurchschnittlich okay, vielleicht trau ich mich auch nicht zu sagen "gut". Und wenn es gut war, dann wahrscheinlich hauptsächlich deswegen, weil es so geburtstagsuntypisch war und alles mehr wie eine Anhäufung parallel verlaufender Dialoge wirkte. Zwischen denen konnte ich dann hin und herwechseln, mal mit Gruppe A reden, mal mit Gruppe B. Manchmal konnte ich sogar Gruppe A vormachen mit Gruppe B zu reden, während Gruppe B dachte, dass ich bei Gruppe A bin, um geistig so'n bischen außerhalb von allen abhängen zu können, ohne dass mich irgendjemand fragt, ob alles okay ist.

Mehr als okay.

Die Sache mit dem Studieren gestaltet sich zunehmend komisch, weil ich immer wieder gefragt werde, warum man sich denn noch nie gesehen hat. Dabei hab ich den Fragenden in der Regel sogar schon gesehn. Ich bin also doch deutlich unauffälliger, als mein Unterbewusstsein mir chronisch einzureden versucht. Hab ja auch kein akademisches Leben außerhalb der von mir besuchten Lehrveranstaltungen und fall deswegen durch ein eventuelles "Jeder kennt jeden"-Raster, wie es in den Fachschaften neuerdings vorzuherrschen scheint. Beabsichtigt, irgendwie. Der Mittelpunkt ist n unangenehmer Ort zum Atmen.

Dafür beleg ich eben freiwillig Lehrveranstaltungen anderer Fachrichtungen. Germanistik. Irgendwie auch um das Gefühl zu haben meine Freizeit weniger zu verschwenden, was echt schon ziemlich gut funktioniert, so ganz nebenbei.

Die Leute in Germanistik sind toll. Kein Sarkasmus. Wenn ich dann irgendwann auch mal ankomme und die Andern schon da sind, während keiner mit keinem redet und jeder seine eigene 3-Meter-Radius-Komfortzone aufrecht erhält und wahlweise auf den Boden oder sein Smartphone starrt, um bloß keinen Blickkontakt mit den Koexistierenden herzustellen, frag ich mich schon, ob ich nicht vielleicht die falsche Fachrichtung für mich gewählt hab. (Und ob ich nicht doch anfangen sollte ein Smartphone besitzen zu wollen.)

Ich bin nämlich nach wie vor unglaublich gerne allein. Am besten so allein wie möglich. Ich hab in letzter Zeit sogar öfter das Gefühl, dass ich noch deutlich alleiner sein sollte als ich es eh schon bin. Gleichzeitig aber eben auch nicht. Denn die vermeindliche Einsamkeit hat was bedrückendes; Natürlich.

Sind ja auch die Wenigsten wirklich gerne allein, aber immer wenn ich's nicht bin, will ich's sein. Ich treff mich in letzter Zeit vermehrt mit Menschen um mich in Situationen wiederzufinden in die ich nie kommen wollte. Aber ich hör trotzdem nicht damit auf. Warum?

Hauptsächlich weil ich mir das Ziel gesetzt hab sowas wie soziale Kontakte zu haben. Außerhalb des Internets. Soziale Kontakte mit denen ich mich treffen muss um sie zu behalten. Die ich behalte um mich besser zu fühlen. Besser fühlen immer dann, wenn sie eben nicht da sind. Wenn ich alleine bin.

Alibikontakte also, die meinem Unterbewusstsein das Gefühl geben ab und an allein sein zu dürfen. Weil ich mir das verdient hätte. Weil ich ja vorher unter Menschen war. Weil ich nicht nutzlos war. Weil ich mich "richtig" verhalten hab. Ob ich das jetzt genossen hab oder nicht. Und manchmal tu ich das sogar. Aber hauptsächlich muss ich mich eben beweisen. Mir selbst.

Und genau da liegt auch mein Problem mit dem allein sein: Ich kann es nicht vor mir selbst rechtfertigen. Und ich hab das Gefühl, dass ich das müsste. Die tatsächliche Abwesenheit Anderer auf der anderen Seite, stört mich eigentlich garnicht. Im Gegenteil. Das Problem ist nur, dass ich weiß, dass sie das irgendwie sollte. Immerhin sagen das doch alle.

Es ist der Gedanke, dass ich alleine bin der mich stört. Nicht das allein sein an sich. Und er stört mich, glaube ich, weil er mich stören soll. Weil man mir gesagt hat, dass er das tut. Weil man mir gesagt hat, dass man nicht immer allein sein soll. Weil das was Schlechtes ist.

Aber was wenn nicht? Was wenn mir das in Wirklichkeit gefällt?

Freitag, 27. Juni 2014

Being 101

Sein stresst mich, wenn's über's Existieren hinaus geht. Ich weiß auch immer noch nicht genau wie. Und dann sind da immer irgendwelche Regeln die ich befolgen muss, um von den richtigen Menschen gemocht zu werden. Und Menschen, die diese Regeln für mich aufstellen, damit ich weiß, wie mich die richtigen Menschen mögen. Komisch nur, dass ausgerechnet diese Menschen, dann auch immer diejenigen sind, von denen ich ihrer Meinung nach gemocht werden sollte. Aber manche Zaubererfamilien sind eben besser als Andere.  Und haben keine Eltern die Geschwister sind. 

Zuerst aber kurz das hier: Ich liebe und hasse Rollen. Die Unterscheidung liegt darin ob ich mir die Rolle ausgesucht hab oder nicht. Denn ich lüge, wenn ich sage, dass mich manche Schubladen nicht irgendwie anziehen würden. Es gibt definitiv auch Dinge die ihr mir gerne auf der Straße hinterherrufen dürft. Ich meine vielleicht tu ich dann so als ob ihr damit nervt oder ich euch ignoriere, aber wenn es die richtigen Schubladen sind, dann werd ich mich heimlich darüber freuen, dass ihr mich da reingesteckt habt.

Die die ich nicht mag, sind die auf die ich keinen Einfluss hatte. Aus denen ich nicht wirklich rauskomme. In die ich mich vielleicht nur versehentlich hab stecken lassen. Rollen die mit Dingen in Verbindung stehen die ich nicht mag oder die nicht zu mir passen. Rollen, deren Anforderungen ich garnicht erfülle oder die ihr völlig anders definiert als ich. Rollen, die ich mir eben nicht ausgesucht hab. Oder zumindest viele von denen. Und vielleicht trifft die Definition auch auf mich zu, aber die zugehörigen Klischees einfach nicht.

Ich versuch hier also irgendwie auch mein Selbstbild zu lenken, zumindest was oberflächliche erste Eindrücke angeht. Aus irgendeinem Grund ist mir das wichtig. Vielleicht ja deswegen, weil Menschen, denen ich die richtigen Assoziationen vermittle, einen authentischeren ersten Eindruck von mir bekommen können. Näher an der Realität. Aber ich kann das nicht - mich selbst ausstrahlen - weil es Schubladen und Klischees gibt, die ich nicht abschütteln kann.

Derzeit entwickle ich einen Hass auf Sätze wie:
"Jeder [...] muss doch [...]."
"Wie kann man denn [...] (nicht) mögen/kennen/tun/getan haben."
oder
"Du musst [...]."
Denn ich hab nicht wirklich das Gefühl, dass ich [...] muss. Oder das irgendjemand das tut.

Ich will nicht, dass mein Geschlecht, meine Herkunft, meine Abstammung, meine Nationalität, Sexualität oder die Tatsache, dass ich ein Mensch bin mir (weiter als ihre lexikalische Definition) vorgeben was ich zu mögen, kennen oder tun hab. Und ich glaube auch nicht, dass die das tun. Das ist denen nämlich auch irgendwie egal.

Wem das nicht egal ist (man bemerke diese Überleitung), sind die anfangs genannten Menschen. Die die einem Tipps geben, wie man zu sein hat und über die der Blogpost ursprünglich handeln sollte. Ups. Und zwar sind das Leute, die denken, dass sie mir was Gutes tun, indem sie mir einreden wollen, dass ich etwas falsch mache. Und sie meinen das wirklich nicht böse, denn sie sind überzeugt davon, dass ich etwas falsch mache und sie wollen mir helfen das wieder hinzubiegen. Damit es mir besser geht. Oder damit ich besser ankomme; bei anderen Menschen. Bei wem ich dann aber vor allem besser ankomme sind die Personen selbst.

Natürlich sind konstruktive Ratschläge immer cool, auch wenn sie irgendwie Kritik enthalten. Aber wenn sie gesagt wurden, wurden sie gesagt. Das braucht keine ständige Wiederholung. Und manche Dinge entscheide ich eben gerne für mich.

"Du könntest so schön aussehen wenn du nicht immer..."
"Insgeheim weißt du doch auch, dass..."
"Mach doch endlich mal..."
"In deinem Alter muss man doch..."
"Die Leute würden viel positiver auf dich reagieren wenn du..."

Regelmäßig ausgesprochen sind solche Sachen giftig. Und solche Personen. Ich hab einfach nicht das Ego dafür. Und egal wie nett es gemeint ist, ab einem bestimmten Punkt sind sie nicht besser, als die, die dich für das auslachen was du magst. Denn die wollen dich auch nicht. Zumindest nicht so wie du bist.

Ich muss garnichts. Du auch nicht. Außer du willst müssen. Dann muss.



Mittwoch, 11. Juni 2014

Internett

Dinge die mich an Menschen im Internet stören. Das beinhaltet zum Beispiel sich ständig an anderen Internetmenschen zu stören oder daran was sie tun. Ich bin widersprüchlich genug, da kommt das darauf dann auch nicht mehr wirklich an. Überhaut stören mich diese Dinge, darunter das penetrante Stören an Dingen die einem voll egal sein könnten, auch eher allgemein als nur hier. Sie stören mich hier nur häufiger glaub ich. Ich weiß es nicht.

Warum müssen so Viele so unglaublich hart sein? Besonders wenn Anonyme im Spiel sind, auf mindestens einer Seite. Weil wir doch eigentlich keine Feinde sind. Aber jeder geht auf Abstand. Es wird ja generell schon im Voraus breitgetreten wie unwichtig fremde Meinungen sind und das beruht dann auf Gegenseitigkeit. Sagt man.

Die Anonymen halten sich weniger an die Ettikette, weil sie keine Namen zu besudeln haben. Weil sie auch keine Namen haben. Alle ein und der große selbe sind. Wenn sie jemanden nicht mögen ist es Hass, wenn er okay ist Liebe. Sie über- und untertreiben, sind die einzige Über- und Untertreibung an sich. Sie beleidigen, belegen nicht, komprimittieren, lügen und wissen Dinge von denen sie keine Ahnung haben. Sie schüren Hass mit Hass, resultiert aus leichter Ab-, manchmal aber auch Zuneigung.

Und die mit den Namen haben Angst. Also handeln sie entgegengesetzt. Zeigen wie gern sie es sich mit dem Fremden verscherzen und wie sie ihn behandeln können. Behandeln ihn wie sie es sich gerne trauen würden. Oder sie sehen da dann die unbenannte, profilbildlose Chance, sich cool zu geben oder hart, weil Härte ja so cool ist. Jeder Anon ein Stück neue Identität. Je anonymer die Frage, der Kommentar oder die Bemerkung umso kälter sind die Antworten. Und sie stehen über allen die klein sind, denn sie haben den Account. Sie haben ja eine Bestätigungs-Mail beantwortet.

Man wird im Universum selten Menschen sehen, denen etwas egaler ist als den Besitzern von Social Media Accounts alle Anderen. Außer natürlich die Anderen sind nett. Und selbst dann nicht immer. Ob das jetzt besser, weil weniger heuchlerisch oder schlechter, weil undankbar, sein soll. Ihre Egalität ist wichtig. Je egaler desto besser. Keine Angst zeigen, Anons riechen das. Lesen das.
Lieber offensiv, schon als Verteidigung von morgen. Weil man eben so ist. Vielleicht eher gerne so wäre. Weil die egal sind. Kalt und ablehnend sarkastisch, weil man im Gegensatz zu denen die Welt verstanden hat, während man sich auf seinem Nichtwissen ausruht. Die Welt gerne verstanden hätte.

Neue Feinde haben die Ehrlichkeit aber auch nicht immer verdient. Vielleicht aber man selbst. Und nicht jeder der nicht existiert ist einer von denen. Aber ich weiß auch nicht ob man unterscheiden soll oder kann. Sind wir jetzt so kalt? ...geworden? Und darf ich das schreiben ohne selbst besser zu sein?

Das Internet braucht mehr Hippies.

Montag, 2. Juni 2014

Giving up on you

Das coole an diesem Blogpost wird sein, dass ich vor weniger als einer Minute noch nichtmal wusste, dass ich ihn jemals schreiben würde. Aber ich hatte sowas ähnliches wie ne Erkenntnis und musste jetzt irgendwie voll hierhin um das möglichst sofort, ziemlich schlecht und total unstrukturiert irgendwem mitzuteilen. Also dir. Sorry.

Inspiration für den Post ist das YouTube-Video, was ich grade in nem anderen Browsertab pausieren musste, weil ich's nicht drauf hab mit Hintergrundgeräuschen zu schreiben. Handelt von irgendeiner weiteren coolen Person, die man so im Internet sehen kann. Und das Internet ist ja irgendwie voll von coolen Personen.

Wenn ich mal so garnichts zu tun hab, was sehr viel öfter vorkommt als es sollte, dann such ich nach coolen Menschen und bewundere die, stalke Social Media Seiten, Verfolge Blogs, Abonniere Channels, Reblogge Bilder und den ganzen anderen Kram.

Warum? Weil diese Leute cooler sind als ich. Weil sie heraus stechen. Weil sie authentisch sind, irgendwie anders und zufrieden damit. Und weil sie damit klarkommen, dass das dazu führt, dass der ein oder andere sie vielleicht nicht mögen wird.

In der Regel reicht schon die Existenz von solchen Menschen für die Ausschüttung irgendwelcher Glückshormone, aber manchmal fall ich eben doch in dieses Loch, wo ich merke, dass diese Selbstentfaltungssache bei mir selber noch nicht so wirklich funktioniert hat. Dann gammel ich vor mich hin und reg mich drüber auf, dass ich nach wie vor Dinge tue die ich garnicht machen will und Dinge nicht tue, die ich immer wollte. Vor allem aber darüber, dass ich ich bin und nicht die coole Person auf der anderen Seite des Internets. Was erstmal traurig macht, weil du mit der Person halt nicht tauschen kannst.
Und ich hab wirklich Monate gebraucht um auf diese unglaublich neue und revolutionäre Idee zu kommen, aber: Ich kann jederzeit anfangen mich zu verändern, wenn ich das will. Ich hatte das nur vergessen. Oder aufgegeben.

Da ist dann jemand auf YouTube mit dem coolsten Tattoo der Welt und alles was mir durch den Kopf geht ist: Warum hab ich das nicht? Dabei könnte ich das haben, wenn ich wollte. Ich könnte eigentlich die ganzen coolen Dinge tun, die coole Menschen im Internet tun und selbst zu so ner coolen Person werden, zumindest in der Theorie. Ich hab das nur irgendwie garnicht mehr in Betracht gezogen und lieber regelmäßig davon geträumt jemand anderes zu sein.

Aber ich man muss garkein Anderer sein um sich zu verändern. Man muss sich nur verändern. Irgendwie.

Samstag, 24. Mai 2014

Wahlhelfer

Also Morgen ist dann mehr oder weniger Europawahl. Weniger vor allem weil ja eh keiner hingeht. Und ich hab mich auch lange genug drum gedrückt hier wieder einen auf Moralapostel zu machen und Leute aufzurufen wählen zu gehen, wenn sie eigentlich nicht wählen wollen.
Ihr kennt ja die Argumente. Die meisten sind ab und an auf YouTube. Ist ja n großes Ding da, Leute zur politischen Aktivität überreden zu wollen. Seht das hier also eher als sone Art Hinweis, dass die Europawahl überhaupt existiert und was ihr machen könntet.

Das Wichtigste zuerst: Lasst euch keinen Scheiß einreden und macht was ihr wollt.
Geht nicht wählen nur weil irgendwer euch sagt, dass es wichtig wär. Und wählt nicht für euer Gewissen. Geht wählen weil ihr für irgendwas steht oder verändern wollt, falls ihr das tut. Niemand bringt euch um wenn nicht. Oder geht nicht wählen, weil ihr zwar für irgendwas steht, aber noch nicht volljährig genug seid um das auf die Art zu beeinflussen. Was auch immer.

Ahnung von Politik zu haben ist nett, wird hier aber überschätzt. Für alles gibt es Pro- und Contra-Punkte und wenn ihr den Euro nur behalten wollt, weil es praktisch ist im europäischen Ausland kein Geld umtauschen zu müssen, ist das irgendwo auch ne Meinung. Die Welt geht nicht unter wenn ihr euer Kreuz am Ende "falsch" setzt und auch wenn Informieren nicht völlig unwichtig ist, solange ihr ne Meinung habt: vertretet die ruhig!

Jede zweite Partei da draußen wirbt mit "Mehr Chancen", "Freiheit" oder "Gerechtigkeit" und in sich klingen die Argumente meistens schlüssig, wenn Politiker sie sagen. Aber ist ja auch ihr Job. Also lasst euch nicht von allem und jedem Überzeugen und setzt euch mit verschiedenen Standpunkten außeinander, auch mit eurem Eigenen. Oder lasst es, siehe Punkt 1.

Protestwahl klar, aber wenn ihr ne Klein- oder Protestpartei wählt, dann checkt wenigstens vorher ob die auch inhaltlich zumindest n bischen zu euch passt. Wenn ihr auf Fairness steht und ne Nazipartei wählt, nur um "denen da oben" eins reinzuwürgen, schadet ihr euch am nur Ende selbst. Auch wenn man eben dieser Fairness halber sagen muss, dass ihr "denen da oben" natürlich trotzdem eins reinwürgt. Geht aber auch cooler. Außer ihr seid wirklich Nazis. Dann macht das schon irgendwie Sinn, keine Ahnung.

Politik klingt nach Nachrichten und alten Männern in Anzügen und das Fernsehn lässt echt keine Chance ungenutzt um die Dinge so trocken und langweilig wie möglich darzustellen. Und Wählen ist auch nicht die Welt. Ob deine einzelne Stimme abgegeben wird oder nicht interessiert am Ende sowieso keinen. Aber politisch sein heißt eigentlich nur Dinge zu verändern. Wenn dich auf der Welt irgendwas stresst und du willst, dass es sich ändert, bist du schon politisch. Dazu brauchst du keine Parteien, kein Fachwissen und keine schmierig-seriöse Aufmachung. Ich sag's nur.

Das Kreuz ist kein wirklicher Aufwand, aber deine Stimme zählt auch nicht die Welt. Keine Ahnung ob eins das Andere wert ist. Aber Wählen war selten so leicht wie dieses mal. Es gibt keine 5 oder 3 Prozent-Hürde. Jede Partei die mindesten 0,6% der (abgegebenen, gültigen) Stimmen bekommt darf rein. Jede. Und je weniger Leute wählen gehen um so mehr zählt die einzelne Stimme. Wenn 100 Leute gehen, zählt eine Stimme 1%, wenn 200 Leute gehen nurnoch 0,5% usw. Klar, für Deutschland utopisch, aber bei der vergleichsweise niedrigen Beteiligung, kann man halt diesmal doch deutlich mehr reißen als sonst.

Aber keine Ahnung wen du jetzt wählen sollst. Oder ob überhaupt. Grundsätzlich ist der Wahlomat immer sone Idee. Hat bei mir auch noch nie völlig daneben gelegen. Ansonsten hab ich n paar Abstimmungen rausgesucht, einerseits um mal n Überblick zu geben worüber im EU-Parlament so abgestimmt wird und andererseits um zu zeigen, welche Partei wie gestimmt hat. Könnt eure Meinungen ja mal vergleichen. Abstimmverhalten der einzelnen Parteien sieht man rechts.

Schutz der Grundrechte von lesbischen, schwulen, bi-, trans- und intersexuellen Menschen

Einrichtung einer europäischen Fingerabdruck-Datenbank 

Estrela-Bericht zur »sexuellen und reproduktiven Gesundheit« (u.A. Recht auf Abtreibung)

Acta-Abkommen

Fluggastdaten-Abkommen mit den USA (Weitergabe und Speicherung von Flugdaten Reisender)

Hoffe ich konnte minimal helfen. Wenn nicht: hab's versucht.
Habt n coolen Sonntag! Egal wie.







P.S.: Hab einfach mal ne Umfrage dazu gestartet. Ist Anonym. Nur aus Interesse was ihr so macht/machen würdet.

P.P.S.: Okay irgendwie funktioniert die nicht. Auch okay.

P.P.P.S.: Ich bin nicht wirklich Wahlhelfer. Dafür braucht man sowas wie Social-Skills und keine Faulheit und irgendwie Engagement und so.

P.NIS.: Mja ok, der war flach.

Dienstag, 6. Mai 2014

Verflucht

Ich hab das Verstehen verlernt oder vergessen. Zumindest glaub ich das. Weil die Information in meinem Kopf am Ende nie die ist, von der ich anfangs geglaubt hab, dass sie es hätte sein müssen. Vielleicht versuch ich aber auch einfach nur Dinge zu finden, die eigentlich garnicht da sind, weil die, welche es gibt, mich mittlerweile hoffnungslos überforden; Schon aufgrund ihres bloßen Seinszustandes.

Ich muss aufhören zu Denken anstatt zu Schlafen. Man sieht das, tagsüber. Mir wird auch schlecht davon. Und ich muss aufhören anderen Menschen von Dingen erzählen zu wollen, die mir einen gesellschaftlichen Wert geben, nur um mir selbst dadurch einreden zu können, die Entwicklung der Menschheit nicht unnötig auszubremsen.

Es wär toll das Gefühl zu haben, dass das eben nicht so wäre. Dass ich gerade nicht anfangen würde, mir das Leben von neu beibringen zu müssen, anstatt einfach auf dem aufzubauen was ja eigentlich schon da ist. Aber die einfachsten Dinge sind gerade viel zu komisch dafür. 

Reflexion an sich fängt an mich zu stören, weil ich sie immer mal wieder bewusst wahrnehme und damit gleichzeitig merke, dass ich einfach nicht aufhören kann Dinge zu denken und zu interpretieren. Das ist in etwa so als ob du plötzlich darauf achtest wie genau du eigentlich atmest. Bis du damit angefangen hast war das automatisiert, aber je länger und je mehr du dich aktiv damit außeinandersetzt, dass und vor allem wie du überhaupt atmest, um so komischer fühlt es sich an.

Und dann kannst du nicht mehr damit aufhören. Weder mit der Selbstbeobachtung, weil dich das Atmen durch sein ungewohnt-bekannt-fremdes Gefühl mittlerweile total von allem Anderen ablenkt, noch mit dem Atmen selbst. Und natürlich versuchst du es zu ignorieren, aber wenn du aktiv nicht an Dinge denken willst, denkst du ja sowieso an die.

Als Folge mag ich dann die Dinge am liebsten, die garnicht erst existieren. Weil sie mich in Ruhe lassen. Ich bin ihnen fast schon dankbar dafür. Und das ist auf so viele Weisen paradox. Vor allem natürlich, weil es sie garnicht gibt und ich natürlich auch nicht weiß, was sie sind. Im Grunde ja eben nichtmal Dinge. Ich weiß ja aber auch garnicht was es in Wirklichkeit nicht vielleicht doch gibt. Und wenn ich wüsste, was es nicht gibt, gäb's das zumindest in meinen Gedanken. Wie real auch immer das dieses etwas letztlich machen würde.

Denken verflucht. Weil ich nicht damit aufhören kann. Es müsste cool sein, das kurz auszublenden zu können und nur Farben zu sehen - keine Objekte - ohne zu Wissen, dass es Farben sind. Irgendwie surrealer, chaotischer und vielleicht auch freier. Nur, dass dann eben auch die Möglichkeit fehlen würde, die Surrealität, das Chaos und die Freiheit zu genießen.

Sorry.






Donnerstag, 24. April 2014

How Dare I

Ein weiteres Textfragment für meine plusminus sechsundvierzig Lieblingspersonen da draußen. Hey! Hab ja auch schon wieder lange genug nichts mehr von mir lesen lassen. Aber manchmal hab ich eben wirklich das Gefühl nurnoch darauf zu warten, dass mir irgendwann die Ideen ausgehn. Zumindest die minimal lesenswerten. Und wenn das jemals passiert zieh ich hier dann auch definitiv n Schlussstrich und verabschiede mich so melodramatisch wie's nur irgendwie geht.

Einerseits, weil ich nunmal voll der Fan von Übertreibungen bin und gleichzeitig auch, weil Dinge, insbesondere die coolen Geschichten, eben rechtzeitig zu Ende geführt werden müssen, bevor man nurnoch anfängt sinnlose Fortsetzungen und Direct-to-DVD-Veröffentlichungen zu bringen, die ja sowieso keiner sehen will.

Voll egal aber, weil einem die Welt sowieso genug überraschende und hochdramatische Wendungen liefert, die man danach über das Internet wieder mit ihr teilen kann. Zum Beispiel, dass ich in nächster Zeit tatsächlich auf n realen Geburtstag, so völlig außerhalb des Internets, eingeladen sein würde. Von einer echten Person. Die ich nicht erfunden hab. Im Wachzustand.

Aber mein Gehirn ist natürlich bestens auf sowas vorbereitet und hatte auf Anhieb mindestens drei mehr oder weniger realistisch anmutende Ausreden parat, warum ich, an welchem Tag auch immer, durch einen ganz dummen Zufall leider absolut keine Zeit für überhaupt irgendwas haben können würde und wie unglaublich unverschiebbar das doch bedauerlicherweise sei. Die für meine Verhältnisse durchaus glaubwürdige Imitation eines enttäuscht wirkenden Gesichtsausdrucks und der zugehörigen Stimmfarbe inklusive. Selbstkonditionierung irgendwie.

Das einzige was noch stressiger ist als Geburtstage, sind eigene Geburtstage. Auch wenn mir da wenigstens ein paar der Anwesenden irgendwie bekannt sein sollten; Fluchtpläne gestalten sich in der Regel noch deutlich schwieriger. Schon weil man der permanenten Gesamtheitsaufmerksamkeit ausgesetzt ist. Von einem antisozial-introvertierten Standpunkt aus betrachtet die Schlimmste unter den für Existenz verhängten Bestrafungen.

Und dann hab ich ja gesagt. Und mein Unterbewusstsein ist damit immer noch nicht ganz einverstanden. Das krieg ich jetzt auch regelmäßig reingedrückt. Aber was mein Leben von den guten Storys unterschieden hat, ist eben der fehlende Konflikt. Und den erzwing ich jetzt.

Donnerstag, 3. April 2014

Introduction to Finality

Vor fast einem Jahr, genauer am 30. April 2013, haben die schülerVZ abgesägt. Tragische Sache, nicht für zu viele, aber wenigstens für mich, weil die da auf einen Schlag mal eben ner größeren Menge von Erinnerungen das Licht ausgeknipst haben. Das war nicht nur erstes, sondern sogar fast einziges Social Network und mit eine der ersten regelmäßigen Anlaufstellen im Internet neben Google und meinem E-Mail-Postfach, die mein Vergangenheits-Ich so aufweisen konnte.

Wen's zu der Zeit außerdem noch erwischt hat war der MSN-Messenger. Und ich war nach wie vor eigentlich noch von MSN abhängig; schließlich hab ich ja kein schülerVZ mehr benutzt. War sowieso tot. Und eigentlich hab ich's ja auch nur deswegen nicht mehr benutzt. Weil es sowieso tot war. Stattdessen häng ich jetzt am Einzelfensterlosen Skype, um den richtigen Personen die falschen Dinge zu schreiben. Oder andersrum. Aber alles nicht so wild.

Jetzt, fast n Jahr später, nehmen die mir Windows XP. Und ja, das benutz ich noch. Zumindest in diesem Moment. Ich hab auch nicht wirklich das Geld um mir n Umstieg zu erlauben. Aber in fünf Tagen sind wir durch und so'n Studium ist ohne PC garnicht machbar. Aber ich hab ja noch ne Weile um mir was zu überlegen.

In den letzten Tagen sind mir n Haufen komische Dinge passiert. Bin irgendwie so irgendwo zwischen Best- und Worst-Case-Szenario, weil ich immer entweder unglaublich viel Glück oder Pech hab und das fast abwechselnd. Tatsächlich mag ich die beiden Extremen, weil sie mir die Möglichkeit für periodische Happyness und Galgenhumor bieten. Aber keine Ahnung was hier grade so wirklich läuft. Auf jeden Fall deutlich besser als das ewig Mittelmäßige.
Die einzigen beiden Konstanten sind die Veränderung und Ich. Nicht, dass ich ihr nicht unterworfen wäre, aber ich werd mich selbst halt schwer los, was ziemlich okay ist.

Auf jeden Fall steht "Ich" jetzt am Anfang von nem neuen Semester, braucht n Berg neues Zeug, hat kaum nen Cent in der Tasche und wirkt dafür erstaunlich optimistisch. Nein echt, kein Plan.
Ich glaub ja irgendwas verändert sich. Wie so ein übergeordnetes kosmisches Ding. Und alles ist so endgültig. Weil völlig unabhängig von diesem ganzen technischen Kram wohl wirklich grade Dinge aus meinem Leben verschwinden.

Aber je mehr ich verliere um so freier fühl ich mich.


Montag, 31. März 2014

No excuses

Hey! Und erstmal danke an die zwei (ziemlich liebreizenden) Kommentare unter meinem letzten Post. Auch wenn ich meine Ergebnisse wirklich schon hatte bevor die reinkamen, geh ich jetzt einfach mal davon aus, dass Glückwünsche nicht an sowas wie Raumzeit gebunden sind. Hab jetzt nämlich den zweitbestmöglichen Stundenplan (like ever) bekommen und es ist wirklich nur an der einen Veranstaltung mit den über 80 konkurrierenden Mitbewerbern gescheitert, was ich schon überleben werde. Wenn man erwähnt, dass ich bei mehreren Anderen nochmal mit mindestens 60 Leuten um 30 Plätze kämpfen musste, dann war ich wohl mal wieder ziemlich glücklich, im Sinne von "Glück habend". Aber kämpfen ist sowieso übertrieben. Das wird alles per Los entschieden. Oder ich bin einfach nur schlecht informiert, wer weiß.

Ist auch voll egal, solange dieser Sommer einfach nur vor Coolness strotzt, was er halt tun wird. Aber ich denke in zu vielen möglichen Zeitformen und eher selten in der Gegenwart. Und heute wie gestern Nacht, kam ich nichtmehr von der Vorstellung los, dass der Sommer halt irgendwann wieder vorbei ist. Aber ich hab ja sowieso ein Talent dafür Dingen nachzutrauern, bevor sie überhaupt angefangen haben.
Aus "der Sommer geht vorbei" wurde "dein Studium geht vorbei" wurde "du gehst drauf". Wie das nunmal immer so ist. (Bitte sagt mir, dass das immer so ist.) Und ich musste an die ganzen Leute denken die diesen typischen Lebenswandel durchmachen, gegen den ich immernoch ankämpfe.

Erst sind sie jung, haben Träume und Wunschvorstellungen und irgendwann sind sie alt und wundern sich, warum alles so anders - und vor allem: so viel langweiliger - geworden ist, als sie wollten und was sie alles aufgegeben haben. Nennt sich Midlife-Crisis.
Mein Vorteil ist: Ich hab die jetzt schon. Und ich hatte die auch schon vor 5 Jahren. Aber nicht falsch verstehen: Es geht hier nicht um mich jetzt, sondern um mein Zukunfts-Ich, um das ich mir Sorgen mache. Das heißt ich hab alles noch in der Hand und das ist eben der Vorteil den ich gemeint hab; ich hoffe man kommt mit.

Und deswegen brauchen wir eine Liste. Du und ich. Jetzt. Damit wir nicht irgendwann aufwachen und realisieren was wir vergessen haben. Oder nicht versucht. Und damit du nicht irgendwann Kinder in die Welt setzt, nur damit die das hinkriegen, was du damals verkackt hast.
Die sollte flexibel sein. Damit wir den Ablauf unserer Existenz nicht schon im Voraus durchplanen. Und natürlich werden da Dinge runtergestrichen werden oder dazu kommen, weil man sich eben ändert. Die Liste soll uns daran erinnern was wir eigentlich erreichen oder mal gemacht haben wollen. Auch wenn's am Ende doch nur Kleinigkeiten sind. Und wenn wir's dann wenigstens versucht haben ist das cool. Ist es echt. Auch wenn wir's dann wirklich alles verkacken. Wir haben es dann aktiv verkackt. Und wir können stolz auf uns sein.

Tatsächlich soll einigermaßen belegt worden sein, dass das, was Sterbende kurz vor ihrem Ableben am meisten bereuen, die Tatsache ist, dass sie nicht für sich selbst, sondern für Andere oder die Gesellschaft gelebt haben. Aber so werden wir nicht. Weil wir eben noch alles ändern können.
Also wenn du noch Ideen hast, für Kram den du vielleicht irgendwann machen willst oder vielleicht auch n Lebenstraum oder sowas, dann schreib den auf und versuch's wenigstens. Bei uns wird dann nämlich alles voll cool werden.

¡Hasta luego!






 

Donnerstag, 20. März 2014

Plot twist

Die Chancen stehen relativ gut, dass sich der Inhalt dieses Posts schon erledigt hat bevor du ihn überhaupt gelesen hast. Aber das ist okay, weil das hier auch genau die Art Blogpost ist, die dir sowieso voll egal sein könnte. Theoretisch geht das also total klar, wenn du den hier einfach überspringst und erst in nem Monat oder so wieder hier bist. Wenn der Nächste kommt. Weil ich so unregelmäßig blogge. Du weißt schon. 
Aber ich rechne dir wirklich hoch an, dass du schon bei diesem Satz angekommen bist und immernoch liest.

Also der Vorteil am studieren, mal abgesehen von der Tatsache, dass du es für mindestens 3 weitere Jahre aufschieben kannst einen Job zu finden den du persönlich nicht hasst, soll es ja eigentlich sein, dass du dir deinen Stundenplan einigermaßen selbst zusammenstellen kannst. Was ich gemacht hab, so die letzten Tage über. Und ich hab's diesmal wirklich geschafft mir einen der besten potenziellen Stundenpläne zu schaffen, die man so haben kann. Like - ever.

Das ganze hängt unter anderem damit zusammen, dass mein Sommersemester für dieses Jahr tot ist. Wenn es nach meinem Studiengangplan ginge, hätte ich den kompletten Sommer über nur eine einzige einenhalbstündige Veranstaltung pro Woche.

Aber du weißt schon, psychisch wie sozial würde ich da ja mal total verkümmern. Und so gern ich mein Zimmer auch nie wieder verlassen würde: ich brauch sowas wie ne Beschäftigung. Deswegen hab ich das Vorlesungsverzeichnis meiner Uni durchsucht und mir Optionalsachen wie auch völlig von meinem Studium unabhängige Kurse zusammengesucht die ich jetzt einfach interessehalber besuchen will. Zumindest den Optionalbereich muss ich ja sowieso noch voll kriegen, also coole Gelegenheit dafür.

Das aber nur nebenbei. Also wir waren jetzt ungefähr hier stehengeblieben: bester Stundenplan aller Zeiten. Aber das ist noch nicht alles. Gleichzeitig gilt nämlich auch: schlimmster Stundenplan aller Zeiten. Und zumindest eins von beidem wird zutreffen.

Fakt ist: Ich hab bis jetzt wirklich immer jeden Kurs gekriegt für den ich mich eingeschrieben hab; ich dachte sogar das wär standart. Aber diesmal hab ich einen entscheidenden strategischen Fehler gemacht, den man als Student vermutlich nie tun sollte: Ich hab mir angeguckt wie viele Plätze die Kurse haben und wieviele Leute sich tatsächlich dafür anmelden wollen. Und da sind welche mit über 80 Anmeldungen die gerade mal 23 Plätze anbieten. Und das ist irgendwie ziemlich beschissen.

Wenn ich in alles reinkommen würde wie ich es geplant hab bekäm ich also wirklich den absoluten Traumstundenplan, mit genug coolen Veranstaltungen um mich n Semester lang auszulasten und ich hätte trotzdem noch 2 Tage pro Woche frei, wovon ich mindestens einen für Arbeit verschwenden würde, versprochen. Krieg ich die aber nicht, steh ich ziemlich mies da und hab schlimmstenfalls eine 5-Tage-Woche, die mich aber überhaupt nicht  auslastet, weil ich nur eine Veranstaltung pro Tag haben würde.

Und warum schreib ich das überhaupt? Naja hauptsächlich weil ich aufgrund eines Mangels an sozialen Bezugspersonen Leute brauchen werde vor denen ich mich freuen oder aufregen kann, je nachdem wie's ausgeht.

Wenn ihr mir jetzt Glück wünscht wär das irgendwie ziemlich liebreizend. Auch wenn ich die Ergebnisse in diesem Moment vielleicht schon habe.






Dienstag, 11. März 2014

that one to regret

Confessions first: Ich war n bischen sparsam mit den glücklichen "alles ist so unglaublich cool"-Posts in letzter Zeit, aber mir hat auch der ein oder andere Anlass dazu gefehlt. Es war nie irgendwas wirklich schlecht, aber es sind eben trotzdem auch viel zu wenig coole Dinge passiert über die ich hätte schreiben können.

Offiziell hab ich jetzt schon seit über nem Monat Semesterferien, es fühlt sich nur auch schon seit über nem Monat kein bischen so an. Gründe dafür sind unter anderem drittklassiges Organisationstalent und meine übermäßig ausgeprägte Fähigkeit Belangloses in Stresshormone umzuwandeln. Trotzdem: um hier jetzt coole Stimmung zu verbreiten hat und wird sowas nicht reichen.

Ich mach's aber trotzdem; oder eher: ich versuch's. Einfach weil es anderen coolen Kleinkram gibt, der mir in letzter Zeit passiert. Zuerst einmal: Das Blogdesign ist neu. Und ich weiß ja nicht wie viele Blinde Leser ich hab, denen das hier von anderen Menschen vorgelesen wird, aber, Captain Obvious, alle auf die das nicht zutreffen sollte, hätten's wahrscheinlich auch ohne meinen Hinweis gemerkt. Alternativ gilt aber auch:"...sind ganz einfach zum ersten mal auf diesem Blog.".

Auf jeden Fall bin ich voll zufrieden mit dem neuen Design und damit verbunden auch, dass sich hier endlich mal wieder irgendwas verbessert hat. Schon weil ich nie vorhatte das zu ändern. Nicht weil ich nicht gewollt hätte, sondern mehr so, weil mein Talent für sowas eben seine Grenzen hat.
Stattdessen hab ich das Template spontan zugeschickt bekommen. Einfach so. Ohne je nach sowas gefragt zu haben. Also ob die Welt dir eben sagt:"Hey, ich schenk dir mal eben n neues Blogdesign, ohne dass du überhaupt irgendwas sagen oder machen musst.".
Und, ich will ja nicht angeben, aber ich bin schon wirklich ziemlich gut im nichts sagen oder machen müssen.

Schuld ist übrigens Yoshi, die mal eben meinen halben Blog, außerhalb von meinem ganzen Blog, nachgebaut hat, um am Design rumzubasteln, was sie mir dann irgendwann geschickt hat, einfach so, wie gesagt. Und das ist irgendwie so das Stalkerischste, aber auch Coolste, was einem als Blogger so passieren kann schätz ich mal.

Okay, was sonst so? Ich hab die Klausuren zurück die ich irgendwann mal erwähnt hatte und die fielen deutlich besser aus als erwartet. Konnte sogar meinen Schnitt halten, soweit ich das sehe und das schien mir schon fast unmöglich, weil der, wenn man ihn so mit meinen Noten aus der Schulzeit vergleicht, Welten davon entfernt liegt.

Ansonsten hab ich mir endlich weißen Tee gekauft, der total übercool ist, zumindest wenn man auch so auf Schwarzen und Grünen steht. Mein Hund hatte letztens Geburtstag und ich konnte ihm ne Freude machen und meine Haare hatten gestern den halben Tag so n Goth-Ding am laufen. Außerdem wird das Wetter irgendwie so jeden Tag cooler. Kann mich also nich wirklich beschweren.
Alles wird grade ziemlich Frühling.

Keine Ahnung, hoffe einfach mal, dass es bei euch auch irgendwie cool ist grade. Auch wenn das am Ende wieder einer dieser Posts ist, die mich annerven werden, wenn Dinge wieder etwas mehr scheiße werden sollten. Aber whatdoiknow.




Dienstag, 4. März 2014

Not even a post

Schreib mal einen Post über Inhaltslosigkeit und denk ihn dir hier.

Ist ja eigentlich auch nicht so wichtig, weil es nicht wirklich um was geht, aber gleichzeitig kann ich auch erst dann damit zufrieden sein, wenn es mindestens diesen einen Satz gibt, auf den ich mein Gewissen verweisen kann, damit es denkt, dass ich irgendwas für mich selbst irgendwie authentisches geliefert hab, was mir gleichzeitig auch gefällt. Aber vielleicht war er das ja.

Also gestern war Oscarnacht, die ich normalerweise immer mit K schreibe. Und eigentlich war "gestern" noch "heute", als ich angefangen hab diesen Post zu schreiben, zumindest sofern man nach Schlaf und nicht nach offizieller Zeitrechnung geht.

Okay, nochmal in besser: Ich komm nachts, sobald es nach 0 Uhr sind immer n bischen mit Begriffen wie "heute", "morgen" oder "gestern" ins jonglieren. Weil ich eigentlich weiß, ein Hoch auf 13 Jahre Schulbildung, dass ab Mitternacht n neuer Tag anfängt, ich aber gleichzeitig, wenn ich von "morgen" spreche, ich auch noch nach Mitternacht, alles das meine, was zwischen dem nächsten Aufstehn und Einpennen liegt. Ich meine also eigentlich das "heute" nach offizieller Zeitrechnung, bzw. das "heute und morgen", falls ich vorhabe bis mindestens 0 Uhr wach zu bleiben, was ich irgendwie kaum noch vermeiden kann.

Als ich den Blog hier vor irgendwann jemals noch betitelt hab, wollte ich ja eigentlich auf das Gegenteil hinaus. Auf eine umgedrehte Schlaflosigkeit, die dich nicht aufhören lässt zu träumen. Was oft genug cooler ist.
Aber darum geht's garnicht, sondern ja eigentlich um garnichts.

Auf jeden Fall war zumindest irgendwann Oskarnacht. Und Di Caprio ist wieder leer ausgegangen, was anhand der Filmkonkurrenz durchaus noch irgendwie zu rechtfertigen war, aber trotzdem nicht so das Coolste ist, weil ich's ihm langsam echt mal wünschen würde.

Ansonsten gab's Pizza. Nicht für mich, aber für alle da Anwesenden die so Bock hatten und Jared Leto wurde bester Nebendarsteller und hatte echt ziemlich coole Haare.
Ich war jedenfalls total aufgedreht und schlief praktisch überhaupt nicht, was wieder auf das vorige Thema zurückführt, wo ich aber eigentlich garnicht hinwollte.
Ich wollte ja aber sowieso nirgendwo hin, deswegen kann ich da eigentlich auch nicht so viel falsch machen.
Oder alles, wie man's nimmt.

Was wollte ich damit sagen? Garnichts. Hab ich ja gesagt.
Und ich schätze das hat sogar einigermaßen funktioniert.
Vielleicht aber halt auch nicht.





Sonntag, 23. Februar 2014

Review : "Stoker"

Ich hab selten nach dem Ansehen von irgednem Film so'n Drang gehabt direkt über den zu schreiben. Vielleicht sollte ich den erstmal sacken lassen oder so, vielleicht aber auch nicht. Und auch wenn ich mir nichtmal so sicher bin, was genau ich eigentlich sagen will: hier jetzt, wer hätte es nach der Überschrift gedacht, ne Review zu "Stoker".

Story:

Hier sind wir schon beim ersten Problem. Ich will garnicht zu viel über die Story sagen, schon weil ich mir nicht sicher bin, ob ich alles auf Anhieb richtig verstanden und interpretiert hab, das ja aber sowieso jedem selbst überlassen will. Gleichzeitig: Ich kann den Film ja jetzt auch nicht nicht beschreiben. Also nur sehr kurze Einführung:
Richard Stoker ist tot. Der bei einem Autounfall verstorbene Familienvater hinterlässt seine Frau Evelyn (Nicole Kidman) und die 18-jährige Tochter India (Mia Wasikowska), deren Verhältnis zueinander nicht das Beste zu sein scheint. Das Mädchen ist still, wirkt oft abweisend und ist auch in der Schule eine Einzelgängerin. Plötzlich und wie aus dem nichts steht der verschollene Bruder des Verstorben, Charlie (Matthew Goode) auf dem Plan. India, welche bis dahin nicht einmal wusste, dass sie einen Onkel hat, ist zunächst misstrauisch, aber die Mutter erlaubt dem fremden Verwandten im gemeinsamen Haus der Familie unterzukommen. Der Rest sind Psychospielchen.

Zum Film:

So nichtssagend wie die Story klingt wird auch der Film auf den ein oder anderen wirken. Tatsächlich steht hier am Ende viel mehr das im Vordergrund, was der Zuschauer sieht und was das Optische, wie auch Filmische Betrifft ist Stoker einfach unglaublich stark.

Zunächst aber das hier: Stoker ist der erste Hollywoodfilm des koreanischen Regisseurs Park Chan-wook und wenn man schonmal den ein oder anderen Film von ihm gesehen haben sollte, merkt man das wahrscheinlich auch. Er hat einfach diesen ganz speziellen, nicht immer einfachen Stil, der auf eine Art Geheimnis hinausläuft, was dann irgendwann, zumindest teilweise, etwas Licht in die Sache bringt. Ansonsten lässt sich an der ein oder anderen Stelle viel interpretieren und vor allem India, die so etwas wie die Protagonistin des Films ist, gibt doch immer wieder Rätsel auf.

India ist nämlich keine klassische Protagonistin mit der sich der Zuschauer identifizieren könnte. Stattdessen wird sie gerade deßhalb interessant, weil sie so unglaublich still und schwer zu lesen ist. Es gibt also keine Identifikationsfigur als solche, was ich persönlich irgendwie mag, weil man so eher durch die Geschichte "geführt" wird und sich ein bischen wie ein Beobachter vorkommt, wodurch gerade Meinungen und Spekulationen mehr Raum haben. Außerdem kann man sich selbst entscheiden, ob man mit India sympathisieren will oder nicht. Vielleicht, muss man anmerken, ist meine Sympathie dem Film gegenüber, aber dann auch stark davon beeinflusst worden, dass ich sie auf eine komische Art sehr mochte. Gespielt wird sie, mehr als nur ziemlich gut (und wie oben schon erwähnt) von Mia Wasikowska.
Ich bin nicht der Typ Mensch der sowas wie Celebrity Crushes hat, aber wenn ich eine Schauspielerin wählen müsste, dann wahrscheinlich sie. Zumindest kenn ich keine Schauspielerin die diese "realitätsfremde Träumerin"- bzw. "Mädchen, dass in ihrer eigenen Welt lebt"-Sache besser rüberbringt. Und das ist schon sowas, was ich immer ziemlich cool finde.
Auch ansonsten hab ich am Cast absolut nichts auszusetzen. Vor allem Nicole Kidman, ich weiß sie ja leider erst seit dem Film "Dogville" richtig zu schätzen, passt immer gut in dieses Genre und Matthew Goode wandelt auf diesem schönen Grad, wo eine Person so sauber wirkt, dass man einfach misstrauisch werden muss.

Aber nochmal zurück zum mit Abstand Besten was der Film einem gibt: Die Optik. Die Schnitte und Einstellung sind einfach abartig gut gewählt und man hat wirklich das Gefühl, dass hier Detailarbeit geleistet wurde. Hinter wirklich jeder Einstellung scheint irgendein Gedanke zu stecken und wenn man da überall was interpretieren will, wird man den Film wohl einige Male sehen müssen. Die manchmal sehr schnellen Übergänge zwischen einzelnen sehr kurzen Szenen und die schnellen, aber niemals verwirrend oder abrubt wirkenden Perspektivenwechsel innerhalb der Längeren verleihen dem Film so eine gewisse Dynamik, die, zumindest mir, extrem sympathisch war, schon weil ich nicht unbedingt ein Fan langatmiger Sequenzen bin. Zusätzlich gibt es eben diverse Motive und Metaphern, von denen ich wahrscheinlich grade mal die Hälfte gefunden habe. Und dann natürlich noch wiederholende Rückblenden, die für mich dann doch irgendwie zur typischen Handschrift des Regisseurs beigetragen haben.

Um es kurz zu machen: Der Film hat mich, einfach in seinem Film-Sein, gefesselt. Und auch wenn ich normalerweise jemand bin, der auch bei den besten Filmen gerne mal kurz in irgendwelche Gedanken abweicht, war ich hier einfach mal sehr viel aufmerksamer, einfach weil mir so gefallen hat, was mir gezeigt wurde.

Trotzdem: Der Film ist bestimmt nichts für jeden und das will ich hier auch irgendwie berücksichtigen. Wer auf Psycho steht und diesmal wirklich nur Psycho, keine dummen Erschreckmomente, kein Gemetzel oder ähnliches, dem müsste der Film eigentlich gefallen. Außerdem jedem der irgendwie Filme liebt, einfach dafür was sie sind und was man mit ihnen machen kann.
Vielleicht hilft es den Trailer auf Youtube anzusehen um zu sehen ob es was für euch sein könnte oder auch nicht, andererseits muss man sagen, dass der Trailer mir ein bischen zu viel spoilert, wer also direkt Bock auf den Film hat verzichtet vielleicht lieber. Auf jeden Fall fand ich den Film wirklich stark und weiß jetzt schon, dass ich ihn mir noch das ein oder andere mal ansehen muss, entsprechend die DVD kaufen werde.

Wertung:

Stoker bekommt von mir 8,0 von 10 möglichen Punkten. Empfehlung also, wenn auch nur für die, die mit Filmen in der Art was anfangen können. Die IMDB-Wertung beträgt auch nur 6,9 von 10 [Stand: 23.02.2014 / 56.696 Votes].
Ist also wahrscheinlich eine Geschmacksfrage. Schlecht ist der Film aber auf keinen Fall.







Freitag, 21. Februar 2014

Die Freiheit sich nicht zu entscheiden...

...und die Entscheidung frei zu sein.

Meine Damen, meine Herren, werte Totgeweihte,

Es ist mir ein Anliegen, diesen Gedanken publik zu machen und ich erbitte die Ihrige Nachsicht. Appellierend an die Vernunft, erhoffe ich, dass die meinen Überlegungen Gehör zu finden vermögen und nicht die schiere Ablehnung, werde ich es doch wagen ein Gut zu entthronen was vielen der Ihren als nicht weniger denn heilig gilt. [...]

Wenn mir irgendwas in den letzten Monaten bewusst geworden ist, dann wahrscheinlich mein Problem oder zumindest mein komisches Verhältnis zur Freiheit.
Und Freiheit ist eh so'n Begriff für sich, weil sie nie so grenzenlos ist wie sie tut. Sie ist sowas wie meine Lieblingslüge und ich muss mir auch nur vorlügen, dass sie da wäre um mit ihr zufrieden zu sein.

Eigentlich könnte man mich jederzeit in nem kleinen Raum einsperren, mit PC, Internetzugang, Hygienemöglichkeiten und genug Nahrung - ich hätte absolut kein Problem damit. Sag mir einfach, die Tür ist nur angelehnt, dann bleib ich da drin und leb mein Leben wie gewohnt weiter.
Wenn die mir aber verraten, dass die Tür abgesperrt ist, werd ich sofort so ziemlich alles machen um da raus zu kommen, egal wie hässlich es draußen aussieht. Einfach nur weil's nicht geht, und damit herzlich willkommen in meinem Kopf.

Ich mag es die Freiheit zu haben Entscheidungen zu treffen. Aber ich hasse das Treffen der Entscheidung an sich. Also such ich immer wieder nach Situationen mit möglichst vielen Möglichkeiten und mach dann ganz einfach nichts mehr.

Sobald man durch die eine Tür geht, schließt sich die andere, warum also nicht vor 2 offenen Türen stehen bleiben und erstmal überlegen?

Naja hauptsächlich, weil aus "erstmal überlegen" immer ewig überlegen wird. Weil ich mich garnicht entscheiden will, damit ich am Ende nicht schlechter darstehen kann als vorher. Trotzdem will ich die Möglichkeit, damit ich Dinge ändern könnte, wenn ich plötzlich wollte - man weiß ja nie. 

Verpflichtungen, die oft Folgen von Entscheidungen sind, führen am Ende immer dazu, dass die theoretische Gefahr besteht einer Verpflichtung nicht nachzukommen oder das zumindest nicht gut genug zu tun.

Aber eigentlich soll's hier jetzt garnicht nur um Entscheidungen gehen. Ich hab' einfach Angst vor Unfreiheit.

Ich hätte Anfang des Monats keinen Post darüber geschrieben, dass es mich stresst, dass die Welt nicht unendlich ist, wenn ich kein Problem damit hätte keine unendlichen Möglichkeiten zu haben.
Ich weiß nichtmal genau, warum ich unbedingt Unendlichkeit will, irgendwie kann doch sowieso keiner damit umgehn. Ich meine selbst wenn ich an jeden Ort eines unendlichen Universums könnte, mein Leben wäre nichtmal lang genug um überall mal gewesen zu sein. Außerdem ist die Erde doch eigentlich groß genug für mich. Oder? Wenn ich hier alles sehen wollte, wär ich wahrscheinlich auch weit über meine 7X Jahre raus.

Trotzdem, Beschränkungen stören mich. Das Gefühl nicht frei zu sein und dass man garnicht maximal frei sein kann. Raum- und Zeittechnisch, in allen möglichen Entscheidungen, was auch immer. Und ich würde so viele Dinge die ich machen muss, auch machen wenn ich sie nicht machen müsste. Nur einfach, dass ich sie machen muss, stört mich an ihnen.
Und dass mich das stört, stört mich viel weniger, als dass ich nicht weiß warum es das tut.

[...]
Hochachtungsvoll und ergebenst,


    


Freitag, 14. Februar 2014

In defense of despair

Alternative Titel für diesen Blogpost könnten lauten:
"Nehmt euch ein Zimmer" oder "Wir sind ja alle wieder so wahnsinnig erwachsen"

Und es wird unglaublich mainstream werden, so ungern ich dieses Wort auch verwende. Also wer heute bzw. morgen bzw. falls du das hier morgen liest eben doch heute, vom üblichen Blabla verschont bleiben will, dem kann ich das in diesem Post nicht unbedingt garantieren, auch wenn ich die Standartpunkte eigentlich nur sehr grob abhandeln will, denn ich bin sicher die haben wir alle schonmal gehört.

Also ganz kurz: Ich bin kein Fan vom Valentinstag, und ja, schuldig, das ist ein Valentintagspost. Um genau zu sein ein Anti-Valentinstagspost und um noch genauer zu sein ein Anti-Anti-Anti-Valentinstagspost.

Aber arbeiten wir uns kurz durch die Standarts, bevor der inhaltlich wichtige Teil kommt:
Kommerzialisierung von Zuneigung blablabla, die Tatsache, dass man seine Liebe auch an jedem normalen Tag zum Ausdruck bringen kann (und sollte) und natürlich der gute alte Kitsch und Medienterror.
Wie gesagt, keine großartig neue Sichtweise der Dinge.

Die Leute, denen die Welt jetzt also mal wieder unter die Nase reibt, was sie verpassen, einfach weil sie alleine sind, sind in dieser Zeit des Jahres nunmal besonders angepisst. Und ja, sowas resultiert auch oft ganz einfach aus Neid. Und ich weiß, Neid ist eine unglaublich geächtete Emotion, aber sie ist nunmal da und gerade bei sowas ist sie ja doch irgendwie menschlich.

Was die Situation der vermeintlich Einsamen nicht unbedingt verbessert, ist die allgemeine Vorstellung, dass das vergeben sein gut und das single (oder alleine) sein schlecht ist. Ist es nicht. Ist es einfach nicht. Zumindest nicht generell. Kommt immer darauf an was man draus macht.
Aber diese Vorstellung haben nunmal auch viele der Leute angenommen, die morgen, oder auch heute schon, ihren Frust oder ihre Ablehnung, vielleicht direkt, vielleicht indirekt, in Form von Valentins-Hate rauslassen werden.

Und wenn man betrachtet womit sie die letzten Wochen von allen Seiten, Fernsehen, Internet, Plakate, Mitmenschen, beschallt wurden und was sie sich, wer weiß wie lange schon, anhören müssen, dann find ich schon, dass n bisschen Hate am Valentinstag vollkommen okay geht. Auch wenn sie sich bewusst sein müssen, dass es ihre Situation nicht verbessert.

Das, was mich nämlich jedes Jahr am Valentinstag am meisten genervt hat, waren nie diejenigen, die n paar mal "Scheiß Valentinstag" in die Welt gerufen haben, sondern immer nur die, die denen das verbieten wollten. Die, die sich als so viel reifer profilieren mussten.

Ich spreche von der Anti-Anti-Valentinstagsfraktion, den ach so Erwachsenen, den Vernünftigen. Diejenigen die genervt sind, dass die Antis den Tag nutzen um ihrem Frust Luft zu machen. Diejenigen, die unter jedes "Valentinstag und ich bin single :(", ein "Heult nicht rum" posten müssen.
Weil es ja "so kindisch ist, sich über den V-Day aufzuregen, nur weil man gerade alleine ist" und "total albern und unreif", weil es ja "nichts bringen würde".

Aber eigentlich glaub ich, dass es was bringt. Nämlich Frustbewältigung, mehr oder weniger.

Und klar: Es ist irrational und vielleicht auch kindisch, aber, wenn sie nunmal wütend sind, dann ist es vor allem ehrlich. Und das ist wirklich nur meine Ansicht, die hier schwer rational zu begründen ist, aber ich find' Ehrlichkeit, auch wenn sie sich (in erträglichem Maße) destruktiv ausdrücken sollte, noch immer bei weitem besser als das emotionslose in-sich-hinein-fressen oder verbergen von Frust.

Wem tun die paar Kommentare und "Scheiß Valentinstag"-Posts denn weh?
Ich hab noch kein Paar erlebt, was sich von ein paar Statusmeldungen die Stimmung hat vermiesen lassen, während das Zusammenrotten und Lästern, den Einsamen doch irgendwie immer wieder zeigt, wie doch-nicht-alleine* sie sind. So richtig ernst meint's doch eh keiner.

Von daher: Raus mit den Anti-V-Day-Posts, wenn euch danach ist. Meinen Support habt ihr.

Und allen Anderen wünsch ich einen wunderschönen Valentinstag! U earned this.










*Neologismus. Verklag mich.

Samstag, 1. Februar 2014

Cogito exito

Ich weiß eigentlich garnicht so wirklich wie ich das jetzt eigentlich schreiben soll, aber meinst du es würde n Unterschied, so für dein Leben machen, wenn du erfahren würdest, dass du die einzige Person bist die existiert?

Also ich mein's jetzt nicht so Matrix-mäßig, dass du mit ganz vielen anderen Menschen in einer computergenerierten Scheinwelt lebst, die in Wirklichkeit nicht real ist, sondern, dass du mit ganz vielen computergenerierten Menschen in einer computergenerierten Scheinwelt lebst und außer dir überhaupt garnichts real ist.

Ich glaub den Gedanken hatte ich unterbewusst schon letztes Jahr, als ich jeden Tag stundenlang Animal Crossing New Leaf gezockt hab. Was heißt gezockt: Ich hab da drin halt wirklich gewohnt.

Animal Crossing ist dieses coole Spiel wo du als großköpfiger kleiner Mensch in einer Welt voll mit großköpfigen kleinen Tieren lebst, die alle deine Nachbarn sind und du gehst den ganzen Tag angeln und bringst für deine Ingame-friends Briefe von A nach B oder schüttelst Bienenester und Möbel von Bäumen und so.
Auf jeden Fall ist es total friedlich und harmonisch und du hast kein wirkliches Ziel und baust dir so irgendwie Traumhaus und Traumstadt auf und chillst dann da mit deinen Tier-BFs.

Und ich dachte, dass es ja cool sein könnte in sonem Spiel zu leben, weil du für immer ne total stressfreie Zeit hättest. Einziges Problem wäre irgendwie: Deine Stadt ist furchtbar klein und alles wiederholt sich. Und das kannst du eigentlich auf so ziemlich jedes Spiel übertragen.

KI-generierte Charaktere, selbst wenn sie darauf ausgelegt sind mich längere Zeit zu unterhalten, wiederholen sich irgendwann. Und eine computergenerierte Landschaft hat eine gewisse Fläche in der ich mich aufhalten kann, aber ich komm eben nicht über den Rand raus.

Und es ist irgendwie komisch, aber seit ich das weiß, merke ich irgendwie, dass die "Realität" doch voll nicht anders ist.
Die Erde ist doch eigentlich klein und die Anzahl an Menschen die du kennen lernen kannst ist auf 7 Milliarden oder so begrenzt, was erstmal viel erscheint, aber eben auch nur, weil das Leben so kurz oder die Wahrnehmung so eingeschränkt ist. Und ja, es kommen und gehen ständig welche, aber die Zahl an Menschen die man gleichzeitig kennen könnte, wenn man die Fähigkeit hätte alle kennenzulernen, ist eigentlich immer beschränkt.

Irgendwie bin ich halt am Ende doch auf diesem kleinen Planeten gefangen und wenn man denkt, dass das Universum unendlich ist, muss das n ziemlich winziger Teil der gesamten Existenz sein oder?

Vor allem: Was ist mit den Anderen? Ich meine: Sind die echt? Seid ihr das? Oder aus deiner Perspektive, falls du, der das hier liest, die einzige Person bist die real existiert: Bin ich echt?
Ich meine irgendwie weiß ich das, so aus meiner Sicht und unter der Annahme, dass wir nicht alle verschiedene Persönlichkeiten ein und derselben schizophrenen Existenz sind, aber was wenn doch?
Oder was, wenn es euch nicht gibt? Oder uns? Alle außer dir. Oder mir.

Ändert das was?
Wenn ich wüsste, dass alle außer mir keine denkenden und fühlenden Wesen wären, was eben nur schwer zu beweisen ist, weil ich nicht in ihren Kopf gucken kann, würde ich dann anders leben?

Ich würde am Ende ja auch nicht anders ihnen gegenüber sein können, weil sie Teile meiner Realität sind. Wenn ich anfange achtloser mit ihnen umzugehen, nur weil sie keine denkenden Wesen, sondern vielleicht ja auch nur Einbildungen sind, werde ich trotzdem, innerhalb der Ebene, die ich für die Realität halte, irgendwie dafür gestraft. Mit Ablehnung. Oder Knast. Irgendwie sowas.

Und wenn das Gefängnis in das ich gesteckt werde oder der Hass der mir entgegenschlägt nicht real wäre, käm ich ja, innerhalb dieser "Realität", trotzdem nicht mehr raus oder davon weg.
Und das müsste irgendwie heißen, dass es egal ist, ob es andere in der Form gibt, wie man weiß, dass es einen selbst gibt, solange man nicht auf ne höhere Bewusstseinsebene kommt, sofern so eine überhaupt existiert. Weil die Folgen real genug scheinen.

Aber trotzdem würde es für mich irgendwie n Unterschied machen, wenn ich wüsste, dass die anderen Menschen nur bedingt so wahr sind wie ich denke. Glaube ich zumindest.

Aber ich denk ja schon, dass wir alle echt sind. Und dass wir eigentlich ziemlich klein sind. Und es ist gut, dass wir so klein sind, weil wir sonst merken würden, wenn wir größer wären, wie klein und begrenzt die Fläche ist auf der wir uns aufhalten. Und dass sich vieles wiederholt.
Wie in einer kleinen quadratischen Stadt am Meer, die du nicht verlassen kannst. Und die du mit sprechenden Tieren teilst, die irgendwann anfangen werden immer wieder das gleiche zu sagen.

Cogito exito




Mittwoch, 22. Januar 2014

Il Principe

Zweiundzwanzig Tage ins neue Jahr und es kommt mittlerweile wohl voll so rüber, als ob ich keine Liste hätte. Aber die hab ich. Ich hab voll die Liste, okay.

Unzählige Dinge die ich eigentlich schreiben und veröffentlichen wollte. Vielleicht mehr provozieren und vielleicht auch sonst mal irgendwas neues abklären. Aber wie man sieht: Nichts davon.
Aber das heißt auch nur: Nichts davon bis jetzt!
Oder zumindest bis in ein paar Wochen, weil ich mich zurzeit Klausurtechnisch minimal überlastet sehe, ohne nicht die Möglichkeit gehabt zu haben, jetzt nicht überlastet sein zu müssen.
Aber ich bin es.

Ich geb zu, Pokemon Y ist nicht ganz unschuldig daran, aber irgendwann ist der Lernzwang dann eben so groß, dass man halt anfängt. Anfängt um zu merken, dass man auch andere Sachen auf seiner Liste hatte, bevor man anfing eine kleine Armee aus Fukanos mit Nahkampf zu züchten. Beziehungsweise, dass man überhaupt diese Liste hatte.

Und so einen Gedanken verdrängt man auch lieber. Wie auch den Gedanken lernen zu müssen, der von Tag zu Tag schwieriger zu verdrängen ist. Aber genau wie ich unzählige Dinge gerne etwas präsenter in meinem Gehirn glauben würde, muss gleichzeitig auch noch ganz viel aus meinem Gehirn nach draußen. Oder musste. Ich stress mich schon jetzt am Ende irgendwas davon vergessen zu haben, wenn ich anfange das nach und nach runterzuschreiben. Ist dann aber halt wohl so.

Und ja, das ist ein Entschuldigungspost.
Und der geht hauptsächlich an mein Gewissen. Schöne Grüße an dieser Stelle.
Aber eigentlich sollte der eher an so ziemlich jeden gehen.
Weil es genau der ist, den ich in letzter Zeit ziemlich vernachlässigt hab und es immer noch tue.

In n paar Wochen wird mich dieser Post ziemlich happy machen.
Darauf warte ich jetzt!




 

Samstag, 11. Januar 2014

Hey there past me!

Elf Tage ins neue Jahr und wenn ich auch nur einen länger gewartet hätte um zu schreiben, was ich seit über elf Tagen schreiben will, hätte mich das glaub ich schon so'n bischen angepisst.
Aber ich hab's ja noch geschafft. Oder bin gerade dabei es zu schaffen, wenn man überlegt, dass ich eigentlich nicht behaupten kann, einen Post geschrieben zu haben, während ich dabei bin ihn zu schreiben.
Aber wenn du das hier liest, hab ich's eben doch geschafft! 

Auf jeden Fall ist jetzt endlich 2014. Was gut ist, weil 2013 einfach gnadenlos langweilig war. So ohne wirkliche Fortschritte. Trotzdem bin ich meinem Vergangenheits-Ich schuldig die, für meine Verhältnisse viel zu lange, To-Do-Liste auszuwerten, die ich mir anfang 2013 aufgehalst hab. Muss mich also zwangsweise nochmal mit dem Jahr beschäftigen bis es endlich voller Erfolge und Peniswitze in das übercoole 2014 geht.


 [~] An mir arbeiten
   
     [  ] Die Meinungen Anderer über mich nicht mehr so wichtig nehmen
     [  ] Selbstbewusster wirken
     [  ] Selbstbewusster sein
     [X] Einen Freund finden
     [  ] Noch einen Freund finden
       
           [X] Freund(e) behalten
 
     [X] Über Sie hinweg kommen
     [  ] Mehr so sein wie ich sein will
     [  ] Seltener zu spät kommen

[~] Neue Dinge lernen

     [X] Weiterstudieren
     [X] Neue Sprache lernen (bzw. damit anfangen)
 
[  ] Regeln brechen, frei fühlen
[  ] Mehr lesen
[X] CD- & DVD-Sammlungen erweitern
[X] Weiterbloggen
[X] Meinem E-Bass einen Namen geben
[  ] MP3-Player kaufen (dringend!)
[X] Am Ende des Jahres 2013 immernoch einen intakten MP3-Player haben
[  ] Noch glücklicher sein


Ihr könnt die Liste jetzt mit diesem Post vergleichen, wenn ihr n genaues Ergebnis wollt.
Ansonsten kurze Zusammenfassung:

Ich hab es tatsächlich geschafft, ne neue Person kennenzulernen (aus Eigeninitiative und außerhalb des Internets!), die mich heute als Freund bezeichnet. Darauf bin ich ziemlich stolz irgendwie.
Ansonsten bin ich gegen Ende des Jahres doch einigermaßen sicher gewesen, dass ich über das Mädchen, über welches ich n paar mal geschrieben hatte doch einigermaßen hinweg bin. Großer Pluspunkt, auch wenn das mehr so über die Zeit von alleine passiert ist und ich es mir nicht wirklich selbst anrechnen kann.
Ich hab das mit dem Bloggen durchgezogen, ich geh immernoch zur Uni, hab mehr CDs und DVDs als im Vohrjahr und ansonsten ist alles wie immer.

Zu den negativen Seiten: Ich hab mich nicht viel verändert in die Richtung in die ich wollte. Ich bin nach wie vor nicht selbstbewusster und das nervigste ist, dass es mir Leute mitlerweile sogar anmerken, was nicht wirklich ne coole Sache ist. Außerdem verlier ich vielleicht demnächst einen Freund. Nicht die Person mit der ich mich in diesem Jahr angefreundet hab, sondern eine andere, aber trotzdem: Ziemlicher shit.

2013 hat mich also nicht sonderlich weitergebracht.
Nicht wegen irgendwelcher Daten und Fakten, die ich irgendwo abhaken könnte oder auch nicht. Und nicht weil ich am Ende des Jahres dann vielleicht doch wieder genau so viele oder wenige Freunde hab wie am Anfang, sondern einfach weil ich mich kein bischen besser, aber immerhin auch nicht schlechter, fühle als vor 365 Tagen. Und das reicht mir irgendwie noch nicht.