Montag, 2. Dezember 2013

Verkackt.

Lyrische Überschrift, ich weiß, aber hauptsache ich kommentier mich schon im ersten Satz wieder selber. Wow. Ich fang an mir ernsthaft auf die Nerven zu gehen.

Spiegelbild, warum widersprichst du mir ständig?

Was ist schöner, als ein schlecht getimedter, inhaltsloser Nervpost irgendwann nachts um eins, nachdem mal wieder viel zu lange nichts kam? Mja, zähl ich jetzt auch nicht auf.
Aber wenn man sieht was andere zu Stande bringen, vor allem aber, was man selbst mal zu Stande gebracht hat, kommt einem in meiner Situation schonmal der ein oder andere Zweifel an Dingen wie "Weiterentwicklung" und "persönlichem Fortschritt".

2012 hab ich hier insgesamt 72 Posts veröffentlicht und noch viel mehr verfasst. 2013 dagegen (mit diesem hier) 25 (und ein paar Zerquetschte). Wie hab ich das gemacht?
Ich weiß, ich hab noch n Monat. Aber ernsthaft, jetzt zwing ich mich zu nichts mehr. Zu wenig Zeit dafür.

Klingt aber auch alles viel zu negativ. Wenn ich was loswerden wollte, bin ich's auch losgeworden. Problem war wahrscheinlich eher, dass das dieses mal einfach ziemlich viel seltener vorkam als im Jahr davor. Also, dass ich wirklich was hätte schreiben müssen.
Und irgendwie hat sich nicht genug verändert. Glaub ich.

Ich hab nicht wirklich das Gefühl, irgendwas verbessert zu haben. Zumindest nichts Großes. Und außerdem steh ich vor diesem typischen Problem, was kreative Menschen wohl irgendwann zwangsläufig haben, ohne selbst jemals großartig kreativ gewesen zu sein.
Okay, ich mach's hier jetzt auch wieder unnötig runter.

Zeit für Zugeständnisse: Tatsächlich mag ich viele meiner alten Posts. Und eigentlich irgendwo auch meine Neueren.
Ich sag nicht, dass sie gut sind, vielleicht, vielleicht nicht, aber ich mag sie. Ich kann sie nur nicht mehr schreiben. Oder ich schreibe nicht so wie früher. Oder ich schreibe genau so wie früher, müsste mich aber mittlerweile irgendwie verbessert haben um endlich mal wieder was bringen zu können, was das rüberbringt was ich wirklich sagen will.

Es gibt dieses eine YouTube-Video, was viele größere YouTuber im Laufe ihrer Karriere einmal posten. Sie sagen dann, sie hätten Angst nicht mehr gut genug zu sein bzw. nicht mehr so gut wie sie einmal waren.
Dass sie versuchen, sich an ihren alten Sachen zu messen, aber das Gefühl haben, dass sie sowas irgendwie nicht mehr hinbekommen. Dass sie nicht schlechter werden wollen, aber das Gefühl haben, dass zwangsläufig genau das passiert.
Das ist jetzt nicht zwingend ein Internetvideo-Phänomen, sondern wahrscheinlich, und wie schon erwähnt, allgemein sone Sache die Menschen betrifft, insbesondere, wenn sie sich auf irgendeine Weise ausdrücken wollen.
Und irgendwie ist es ziemlich genau das was ich auch gerade hab.

Ich will nicht aufhören oder so. Ich werd's auch nicht. Aber ich will viel lieber wieder so schreiben wie früher. Wenn ich damals überhaupt anders geschrieben hab. Ich weiß es nichtmal. Vielleicht will ich auch besser sein, falls sich nichts verändert haben sollte. Aber irgendwas scheine ich ja zu wollen. Irgendwie.

Vielleicht ist wirklich zu wenig passiert. Vielleicht glaub ich unterbewusst nur, dass ich mich verändern oder verbesser hätte müssen.
Ich schreib ja öfter von Veränderung, aber letztendlich kommt sie nicht. Ich plane lieber noch mehr für die Zukunft, anstatt das umzusetzen, was bereits geplant wurde. Das ist n Problem. Mehr oder weniger.

Außer ich will nur, dass es dieses Problem gibt, damit ich wieder was zum Schreiben hab...







P.S.: Ich weiß das klingt nicht so, aber mir geht's toll. Ich will nur diese Blog-Sache wieder in den Griff kriegen und vielleicht n paar Sachen verändern. So in meinem Leben. Irgendwie sowas.

Kommentare:

  1. ...und auch wenn du selbst deine alten Posts besser findest, kann ich nicht anders, als dir sagen zu müssen, dass du mir so unglaublich aus der Seele sprichst.

    Ich hab ja selbst in dem Jahr so unglaublich wenig geblogt - fange jetzt ja wieder vermehrt an und will mich 2o14 wirklich bessern, aber wenn ich meine alten Posts lese, denken ich mir auch immer nur 'Verdammt, warum kann's jetzt nicht mehr so gehen?'. Meine Scherze waren besser, die Sprüche viel überlegter, hinter allem steckte einfach viel mehr Hirn als bei meinen jetzigen Posts, bei denen ich einfach das Gefühl hab, dass sie nur langweilig heruntergefetzt klingen. Ich weiß, Kreativität kann man nicht erzwingen, aber ich wünschte, ich könnte wenigstens das Niveau halten... oder auch nur halb so "gut" schreiben wie damals.

    Aber keep running! Ich werd deinen Blog immer lesen, einfach weil ich deine Art so mag - da kannst du schreiben wie du willst, und ich sehe zu den alten Posts bei Weitem nicht so viel Unterschied wie du wahrscheinlich. Mna ist sich selbst ja wohl immer der größte Kritiker (;

    GLG, Lina

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  2. Wie ich mich in diesen Worten einfach selber wiederfinde. Dieses Gedankengewusel habe ich oft. Immer mal zwischendurch irgendwie und eigentlich weiß man doch auch selbst, dass man sich gern mal zu sehr selbst kritisiert.
    Ich habe dich ja erst vor Kurzem gefunden und kenne nicht viele deiner Posts und kann dir somit nicht sagen, ob und was sich in deiner Blogart verändert hat, aber ich muss einfach sagen, dass ich mich in manchen, in vielen, Dingen wiederfinde und, dass ich einfach denke, dass jeder irgendwie irgendwo man ankommt. Man macht sich manchmal auch zu viel Druck und was Veränderung angeht: Da hat irgendwie jeder, sowohl als Blogger, als auch als 'normaler Mensch' seine Problemchen. Ich würde auch gerne so viel verändern, weiß auch schon in sehr vielen Bereichen ganz genau WAS sich ändern muss/sollte und letztlich scheitert das Meiste an einigen Dingen - und oft einfach an mir selbst und meiner Motivation. Letztlich beiße ich mir dann selbst in den Arsch und fühle mich unwohl, da ich weiß, dass mir manchmal absolut nichts im Wege steht, außer mir selbst, aber das ist leider häufig das Schlimmste.
    Na ja, jetzt habe ich auch so viel geblubbert und weiß nicht, ob's sinnvoll war, aber das wollte ich einfach mal loswerden und du scheinst jemand zu sein, bei dem ich sowas loswerden kann, ohne dumm angeschaut zu werden. ;D Mal schauen, was sich für dich und für mich im nächsten Jahr umsetzen lässt. Letztes Jahr habe ich viel umgestellt. So in Sachen 'mal unter Leute gehen'.
    Zu deinem Kommentar auf meinem Blog:
    Absolut kein Problem, immer wieder gern. :))
    Ja, das ist auch einer meiner Faktoren, wenn's ums das gute Internet geht: Ich mag es einfach und stehe auch dazu, dass ich im Normalfall eher auf's Rausgehen verzichten würde, als auf's Internet. Manchmal möchte man einfach abschalten und Zeit für sich haben. Ohne Das Internet würde mir schon einiges fehlen. ^-^

    Yuna.xo

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