Dienstag, 24. Dezember 2013

#100

Ladies und Gentleman,
wir haben uns heute hier zusammengefunden um das zweijährige Jubiläums dieses bilderlosen Mittelklasse-Blogs und gleichzeitig auch den 100. Post zu zelebrieren. Ich mag Zelebrierung.

Nebenbei ist übrigens auch noch Weihnachten, aber wer mehr Blogs als den hier verfolgt, wird darauf höchstwahrscheinlich auch schon anderweitig aufmerksam gemacht worden sein können.

Und wo wir gerade schon bei übermäßig umständlichen Formulierungen sind: Dieser Blog!

Denn der ist voll davon. Aber ich mag ihn. Nicht, dass ich sage, dass er toll wäre oder irgendwie besonders, so vom allgemeinen Standpunkt aus, aber er ist es von Meinem, weil er mir eben die Möglichkeit gibt Dinge loszuwerden von denen ich nicht weiß, wohin genau ich sie sonst tun sollte. Metaphorisch. Und auch eher Gedanken. Aber ihr wisst das. Was auch teilweise das ist, was euch so cool macht. Dass ihr solche Sachen wisst. Und dass ihr solche Sachen hier lest.

Also mja, ich hab tatsächlich mal 2 Jahre lang was durchgezogen und irgendwie macht mich das grade stolz. Durchzieh'n ist nicht gerade mein Spezialgebiet.

Und ja, je nachdem wie man's nimmt, ist das hier der 101. Post, auch wenn ich den allerersten 2011 nicht unbedingt mitzählen würde (ihn aber trotzdem als Geburtsstunde meines Blogs bezeichne, lel), aber in dem Fall, sollte's ja auch drin sein die vorangegangen 100 Posts in einem folgenden 101. Post zu würdigen.

Wie auch immer. Vielleicht ist würdigen aber auch das falsche Wort. Ich fabrizier hier keine Kunst. Ich schreib nur Sachen auf. Ich hätte auch einfach 100 mal "Glied" posten und mir einen abgrinsen können.

Und wo wir grade davon sprechen: Nehmt unbedingt an meiner übercoolen neuen Umfrage oben rechts teil! Sie ist natürlich extrem bedeutend und hat wahnsinnig viel Einfluss auf die Zukunft meines Blogs. Nur, dass sie das nicht hat.

Ich weiß auch nicht so wirklich was ich hier rüberbringen will:
Ihr seid cool, weil ihr das hier lest und ich bin happy, dass ihr's seid. Mehr nicht.

Und jetzt habt endlich coole Weihnachten!

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Spiegelbild Medusa

Was geht so in der Welt der Reichen und Schönen?

Kleines Update aus meinem Leben und so.

Also erstmal: Weihnachtsstimmung ist tatsächlich so semivorhanden. Könnte besser sein, nicht zuletzt weil ich weiß, wie schnell das ganze immer vorbei ist und dann alles so ohne bleibenden Eindruck endet - einfach als wäre garkein Fest gewesen - aber auf die paar Stunden die es andauert lass ich mich dieses Jahr einigermaßen ein.

Vor allem hab ich ziemlich Bock auf Weihnachtsbäume und so ganz viel kitschiges Zeug mit Zimtgeruch.

Geschenke? Meh. Irgendwie nicht. Hab keine, brauch keine.
Wie sich das in den letzten Jahren so etabliert hat, such ich mir aus was ich so haben will (in diesem Jahr n paar CDs, die ich schon lange wollte) und wenn dann der 24. ist, tu ich überrascht. Ebenso meine Eltern bei mir. Und das ist alles okay so. Wir haben so unsere geschmacklichen Differenzen in der Familie und da wünscht man sich lieber selbst n paar Sachen, als am Ende irgendwas umzutauschen oder aus Höflichkeit im Schrank zu behalten.
Ist nur so, dass ich mir sowas dann auch einfach selber hätte kaufen können. Allgemein schenken wir uns Sachen also nurnoch aus Tradition heraus hab ich das Gefühl.

Das ist was Positives. Dadurch, dass sich jeder seinen Kram einigermaßen wünscht, auch wenn man ab und an noch improvisieren muss oder es einfach so tut, gibt es nurnoch halb so viele Überraschungen. Der Fokus liegt dann irgendwie weniger auf den Geschenken als es vielleicht in meiner Kindheit für mich noch der Fall war und Weihnachten wirkt mehr festlich und weniger kommerziell.

Übrigens wird mein Blog am 24. Dezember auch 2 Jahre alt, was ihn natürlich ziemlich fame macht.

Ansonsten bin ich grade mit Krankheit gesegnet, die letzte Nacht ihren Höhepunkt in Wachträumen gefunden hat. Ich bin so circa alle 2 Stunden aufgewacht, manchmal in dem Glauben, mein Bett wäre in Wirklichkeit nur ein riesiger Haufen aus Aktenordnern und Stapeln von Wahlzetteln, die in dieser Nacht ausgezählt werden würden. Sah mich aus dem Grund dann auch verpflichtet, mich jedes Mal wenn ich aufwache irgendwie anders hinzulegen, damit die Zettel auf denen ich zuvor lag ausgezählt werden konnten.

Mindestens 3 von den 6 Malen die ich heute Nacht aufgewacht bin hab ich das wirklich geglaubt. Und das obwohl ich zwischendrin auch mal aufgestanden bin um mir zum Beispiel was zu trinken zu holen. Ich war also ziemlich klar bei Bewusstsein. Ich konnte nur mein Bett nicht mehr so wirklich als solches identifizieren.
Außerdem ist es mir die letzten 2 Nächte in denen ich krank war unglaublich wichtig gewesen, wenn ich nachts im Bad gewesen bin unter keinen Umständen meinem eigenen Spiegelbild in die Augen zu sehen. Ich weiß nur noch nicht genau warum, aber es erschien mir irgendwie gefährlich.

Im Nachhinein garnicht so uncool. So oder ähnlich fühlt es sich dann möglicherweise an, wenn man unter Wahnvorstellungen leidet. Schön nur, dass ich da heute morgen wieder rausgekommen bin und mich auch irgendwie selbst dafür auslachen musste.
Zumindest für diese Wahlgeschichte. Spiegelbilder sind wirklich irgendwie gruselig. Vor allem Nachts.




Mittwoch, 4. Dezember 2013

3-u

Keine Ahnung warum, aber grade doch irgendwie sowas wie ein ziemliches Mitteilungsbedürfnis. Ich weiß nur noch nicht so wirklich was ich sagen will, aber hauptsache ich bin am Ende irgendwas losgeworden.

Vielleicht verändert sich grade viel und vielleicht bild ich mir das auch nur ein.
Aber die Konstante, die sonst den größten Anteil meines doch relativ winzigen sozialen Umfelds ausgemacht hat scheint zu zerfallen. Und es könnte drauf hinauslaufen, dass alles irgendwann nurnoch flüchtig ist. Oder jeder.
Ich meine mich werd ich nicht los, aber ohne die paar Wenigen die von dem bischen Jugend was ich hatte übrig sind, fehlt mir n bischen was. Irgendwas was mir Gründe zum Klammern gibt. An früher und so.

Vor nem Jahr irgendwie noch völlig unvorstellbar. Aber irgendwie kommt dann alles auf einmal und ich hab absolut keine Ahnung wem ich sowas jetzt noch erzählen soll.
Loslassen war ja generell nie mein Ding.

Wie schon gesagt: So mal ganz abseits von mir, den ich halt nicht ganz aus dem Zentrum solcher Anschauungen rauskrieg, ändert sich alles andere.

Und Notiz an mich selbst: Hör auf diese Coming of Age-Filme zu gucken. Vor allem Nachts. Sind ja cool und alles, aber ich ende ja trotzdem nur vor Blogeinträgen die von Dingen handeln, die nicht immer passiert sind.
Mit so einem Gegensatz zu Nostalgie im Kopf. Oder Bauch. Oder wo auch immer sowas ist.

Und Nostalgie ist mein Lieblingsgefühl.
So ne Mischung aus Happyness und Trauer. Weil du weißt, dass deine Vergangenheit gelaufen ist und du sie nicht mehr wiederkriegst, du aber gleichzeitig dran erinnert wirst was daran alles so cool war.
Und Vergangenheit ist gut so an sich. Vielleicht ist das menschliche Gehirn n bischen Mitschuld, aber da kommt man dann ja deswegen trotzdem nicht drüber.

Das Gegenteil von Nostalgie ist diese komische Mischung aus Zukunftsangst und Zuversicht. Gibt's da n Wort für?

Ich will ja auch eigentlich nur das jetzt genug Zeug passiert, dass ich in n paar Jahrzehnten wieder nostalgisch sein darf. Und dass irgendwas davon später auch noch da ist.
Aber das ist eben auch das was eigentlich so vorkommen sollte.

Gibt keinen tieferen Sinn in dem Text. Ist alles nur so Runtergeschriebenes, was einem halt so durch'n Kopf geht und was sich leichter denken lässt, wenn man protokolliert.
Sorry for that.






Montag, 2. Dezember 2013

Verkackt.

Lyrische Überschrift, ich weiß, aber hauptsache ich kommentier mich schon im ersten Satz wieder selber. Wow. Ich fang an mir ernsthaft auf die Nerven zu gehen.

Spiegelbild, warum widersprichst du mir ständig?

Was ist schöner, als ein schlecht getimedter, inhaltsloser Nervpost irgendwann nachts um eins, nachdem mal wieder viel zu lange nichts kam? Mja, zähl ich jetzt auch nicht auf.
Aber wenn man sieht was andere zu Stande bringen, vor allem aber, was man selbst mal zu Stande gebracht hat, kommt einem in meiner Situation schonmal der ein oder andere Zweifel an Dingen wie "Weiterentwicklung" und "persönlichem Fortschritt".

2012 hab ich hier insgesamt 72 Posts veröffentlicht und noch viel mehr verfasst. 2013 dagegen (mit diesem hier) 25 (und ein paar Zerquetschte). Wie hab ich das gemacht?
Ich weiß, ich hab noch n Monat. Aber ernsthaft, jetzt zwing ich mich zu nichts mehr. Zu wenig Zeit dafür.

Klingt aber auch alles viel zu negativ. Wenn ich was loswerden wollte, bin ich's auch losgeworden. Problem war wahrscheinlich eher, dass das dieses mal einfach ziemlich viel seltener vorkam als im Jahr davor. Also, dass ich wirklich was hätte schreiben müssen.
Und irgendwie hat sich nicht genug verändert. Glaub ich.

Ich hab nicht wirklich das Gefühl, irgendwas verbessert zu haben. Zumindest nichts Großes. Und außerdem steh ich vor diesem typischen Problem, was kreative Menschen wohl irgendwann zwangsläufig haben, ohne selbst jemals großartig kreativ gewesen zu sein.
Okay, ich mach's hier jetzt auch wieder unnötig runter.

Zeit für Zugeständnisse: Tatsächlich mag ich viele meiner alten Posts. Und eigentlich irgendwo auch meine Neueren.
Ich sag nicht, dass sie gut sind, vielleicht, vielleicht nicht, aber ich mag sie. Ich kann sie nur nicht mehr schreiben. Oder ich schreibe nicht so wie früher. Oder ich schreibe genau so wie früher, müsste mich aber mittlerweile irgendwie verbessert haben um endlich mal wieder was bringen zu können, was das rüberbringt was ich wirklich sagen will.

Es gibt dieses eine YouTube-Video, was viele größere YouTuber im Laufe ihrer Karriere einmal posten. Sie sagen dann, sie hätten Angst nicht mehr gut genug zu sein bzw. nicht mehr so gut wie sie einmal waren.
Dass sie versuchen, sich an ihren alten Sachen zu messen, aber das Gefühl haben, dass sie sowas irgendwie nicht mehr hinbekommen. Dass sie nicht schlechter werden wollen, aber das Gefühl haben, dass zwangsläufig genau das passiert.
Das ist jetzt nicht zwingend ein Internetvideo-Phänomen, sondern wahrscheinlich, und wie schon erwähnt, allgemein sone Sache die Menschen betrifft, insbesondere, wenn sie sich auf irgendeine Weise ausdrücken wollen.
Und irgendwie ist es ziemlich genau das was ich auch gerade hab.

Ich will nicht aufhören oder so. Ich werd's auch nicht. Aber ich will viel lieber wieder so schreiben wie früher. Wenn ich damals überhaupt anders geschrieben hab. Ich weiß es nichtmal. Vielleicht will ich auch besser sein, falls sich nichts verändert haben sollte. Aber irgendwas scheine ich ja zu wollen. Irgendwie.

Vielleicht ist wirklich zu wenig passiert. Vielleicht glaub ich unterbewusst nur, dass ich mich verändern oder verbesser hätte müssen.
Ich schreib ja öfter von Veränderung, aber letztendlich kommt sie nicht. Ich plane lieber noch mehr für die Zukunft, anstatt das umzusetzen, was bereits geplant wurde. Das ist n Problem. Mehr oder weniger.

Außer ich will nur, dass es dieses Problem gibt, damit ich wieder was zum Schreiben hab...







P.S.: Ich weiß das klingt nicht so, aber mir geht's toll. Ich will nur diese Blog-Sache wieder in den Griff kriegen und vielleicht n paar Sachen verändern. So in meinem Leben. Irgendwie sowas.