Freitag, 7. Dezember 2012

Dead to the world

Das hier geht raus an alle sozialen Vollversager da draußen. 
Euer König spricht.

Versteht hier irgendjemand Gruppenverhalten ? Ich meine... abgesehen von jedem außer mir ?

Ich geb' mir ja derzeit echt Mühe sowas wie ein soziales Leben aufzubauen, aber irgendwie komm ich da voll nicht drauf klar.
Komischerweise werd ich aber trotzdem noch überschätzt :
Jeder mit dem ich so kommuniziere traut mir sowas wie "ein normales Sozialleben" zu und das ist ziemlich cool soweit. Ist ja auch nicht so als ob ich großartig schüchtern wäre oder sonst was. Ich kann reden wie ich hier schreibe und mache dabei tatsächlich sowas wie einen gesellschaftskonformen Eindruck, aber sobald's an sowas wie "temporäre zwischenmenschliche Gruppenbildung" geht steig ich aus.

Scheint so ein persönliches Phänomen zu sein, denn, zumindest anscheinlich, kommt ja sonst jeder damit klar.

Jegliche Form der Kommunikation mit irgendwelchen Mitmenschen - Kein Ding.
Im Gegenteil, ich hatte in letzter Zeit noch mit niemandem Probleme.
Dann wie aus dem nichts : Gruppenbildung.
Irgendwelche Leute kommen dazu oder wir kommen zu irgendwelchen Leuten. So oder so, wenn mehr als Zwei oder Drei beteiligt sind läuft sofort alles anders.
Ist ja trotzdem noch rumgelaber, aber für mich bildet sich da immer sofort diese Rangordnung- und Wettkampfstruktur raus, warum auch immer.

Sobald sich mehr als zwei Leute zusammen finden haben wir diese Gruppe und in jeder Gruppe ist immer - wirklich immer - diese eine Person, die den Laden dominiert. Der eine Typ der am meisten Aufmerksamkeit bekommt und dessen Aufmerksamkeit alle anderen wollen, wie so 'ne Art Alphamännchen (oder Weibchen).
Nachdem sich das dann rauskristalisiert hat bildet sich die soziale Rangordnung und das ist der Punkt an dem ich spätestens draußen bin, ob nun freiwillig oder nicht.

Innerliches Verkrampfen, Falscher-Film-Gefühl, so eine gewisse Verlorenheit  - um so besser die Stimmung um so unwohler fühl' ich mich.

So 'n ganzes Gespräch wirkt auf mich schnell nurnoch wie ein Wettkampf um Aufmerksamkeit - Keine 1 zu 1 Kommunikation mehr, sondern jeder gegen jeden - wo man mit Hilfe von (teilw. unterschwelliger bis sehr direkter) Eigenwerbung seinen Platz im temporären Rudel erkämpft. Klingt fast schon darwinistisch, aber irgendwie komm ich um die Sicht kaum rum.
Gleichzeitig ist es auch genau der Gedanke, der mir das alles so unsympathisch macht.

Erklärungen für das Gefühl hab' ich keine, sonst würd ich gegensteuern.
Vielleicht bring ich Gruppen auch nur zwangsläufig in Verbindung mit Dingen wie Druck oder Zwang, weil ich eben so meine Erfahrungen machen durfte, aber es reicht ja um mich darin unwohl zu fühlen.
Man kommt nur im Leben irgendwie nicht drum rum.
Kommunikation mit immer nur einer Person zur gleichen Zeit is' nich'.

All hail the King !

















Kommentare:

  1. Hail to the Freaks ♥

    Ich lerne genau sowas gerade in meiner Ausbildung und ich kann dazu nur sagen: Hätte ich das alles eher mal gelernt, hätte mich eher mit der Psyche und der Kommunikation des Menschen beschäftigt, wär es alles nicht so weit gekommen. Dann wäre ich noch glücklich. Traurig aber war.
    Mir fällt zum Beispiel auf, dass ich mir vieles nur Einrede. Wenn du dir zum Beispiel jedesmal sagst, die anderen würden dich für strange halten, hälst du dich selbst für strange und handelst so, dass die anderen dich für strange letztendlich halten. Dann fühlst du dich bestätigt und bist am Boden.
    Ich für meiner einer, versuche momentan auch wieder Kontakt zu Menschen aufzunehmen die ich mag... jedoch (vllt kommt es mir nur so vor) haben die keinen bock auf mich und zeigen es mir auch. Du siehst also... alles oft nur Einbildung.

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