Dienstag, 30. Oktober 2012

"Wir sollten keine Angst davor haben von Größerem zu träumen!"

Keine politische Rede, sondern bloß ein Inception-Zitat.

Wer mit dem Blog ein wenig vertrauter ist, weiß ja, dass ich selten, aber immer mal wieder, luzide Träume habe. Heute Nacht wieder, vielleicht aber auch nicht.

Gebt euch einfach mal Folgendes :

Ich träume also, dass ich im Rathaus bin. Hatte irgendeinen Antrag einzureichen und eigentlich garkeinen Bock mehr drauf. Bin dann kurz in irgendein Büro und hab den Wisch einer Sekretärin übermittelt. Weil ich so müde war, bin ich kurz auf den Balkon (vom Rathaus... Ich glaube unser Rathaus hat nichtmal einen Balkon!) und hab mich in die Sonne gelegt. Was genau dann passiert ist weiß ich nicht mehr, aber plötzlich fand ich mich in irgendeinem Merchandise-Laden wieder und war umgeben von Leuten.
Das war dann der Moment in dem ich gemerkt habe, dass ich träume. Komischerweise kommt in dem Fall ja immer mal wieder meine destruktive Natur zum vorschein. Ich hab also irgendwelche Ork-ähnlichen Monster erscheinen und grundlos Leute angreifen lassen, weil mir so richtig danach war mal der Böse zu sein, aber die Menschen konnten die Viecher einigermaßen in Schach halten.
Für mich kein Problem, ich bin ja der Träumer, also lasse ich mal eben einen riesigen Zombie-Marshmallowman in der Auffahrt zum Laden erscheinen (als Hommage an die Ghostbusters versteht sich!) um den Leuten ein wenig zuzusetzen.
Jetzt aber der komische Teil : Ich wache auf.
Und zwar nicht in meinem Bett sondern auf dem Balkon vom gottverdammten Rathaus.
Ich denk' mir also :"Oh shit, ich bin wirklich auf dem Rathausbalkon eingepennt, aber wenigstens hatte ich endlich mal wieder 'n Klartraum" und will mich auf den Weg nach Hause machen um mich auszuschlafen als ich, suprise, surprise, nochmal aufwache und in meinem Bett liege.

Ich hatte somit zum ersten mal einen Traum im Traum. Wahrscheinlich hatte ich sogar einen Klartraum im Traum. Der Übergang vom Traum zum Traum-Traum, war nur einfach so realistisch, dass ich ersteren garnicht durchschaut hab.
Alternativ wäre aber auch möglich, dass ich nur geträumt hätte, dass der Traum im Traum wirklich luzid war und ich eventuell garnicht wirklich die Kontrolle hatte und das eben auch nur geträumt war.
Vom Realismus des Gefühls würd ich aber eher auf Möglichkeit 1 tippen, die, seien wir ehrlich, auch die Coolere von Beiden ist.

So oder so, werd ich "Einen Traum im Traum haben" (Alternativer Titel : "INCEPTION!!!!!!"), schonmal von meiner "Dinge die mir passieren sollen bevor ich tot bin"-Liste streichen.

Cheerio!






Freitag, 26. Oktober 2012

Unperfektionist

Das Problem ist, dass die Leute viel zu sehr darauf achten, dass alles in genaustem Maße dem Ideal entspricht. Manchmal wirkt das Leben wie n einziger Wettkampf darum wer von allen Menschen der perfekteste ist. Natürlich nicht offiziell, aber man merkt es schon hier und da.

Das Ideal ist mir unsympathisch,
Perfektion ist mir unsympathisch.

Darauf achten, dass jede Strähne sitzt und sich einen möglichst sauberen Scheitel ziehen. Das bis obenhin zugeknöpfte Hemd muss vollkommen frei von Falten sein und die Schuhe dürfen keinerlei Spuren von Schmutz oder Staub vorweisen, auch wenn man den ganzen Tag durchgelaufen ist.
Geschriebenes wird bitte möglichst seriös formuliert, Fehler radiert man aus. Alles bleibt symmetrisch und was nicht symmetrisch ist wird symmetrisch gemacht, hauptsache am Ende sind alle Striche gerade und die Bäume stehen alle in einer Reihe.

Dachte ich plädier hier einfach mal für ein bisschem mehr Chaos.

Warum glaubst du ist es so einfach den Inhalt eines Bücherregals mit nur einer Armbewegung über den Zimmerboden zu verteilen, während das Einräumen so viel länger dauert ?
Chaos!

Ich mag die Unordnung. Unberechenbar, einfach und natürlich.
Und ja, die Natur hat schon so ihre Ordnung, aber sie ist niemals symmetrisch und langweilig. Sie funktioniert und bleibt in gewissen Zügen immer für sich individuell.

Perfektion ist langweilig, weil sie gleich macht. Wären alle perfekt, wären alle gleich.
Warum also streben das so viele Menschen an ?

Ich mag zerstrubbelte gefärbte, ausgeblichene Haare mit Ansatz. Ich mag Menschen mit vielen Schwächen. Ich mag mittelmäßige Graffitis an weißen Hauswänden, Löcher in Kleidungsstücken, Fehlende Nieten im Gürtel, trashige Filme und Asymmetrie. Ich liebe Asymmetrie.












 Kein langer Post, aber etwas was ich in letzter Zeit nicht oft genug loswerden kann.
Bin emotional noch immer nicht ganz auf der Höhe, aber ich schätze irgendwann wird das.
Ihr seid ein paar ziemlich coole Menschen! <4
(Ich Schleimbolzen!)

Sonntag, 7. Oktober 2012

"Wie geht's dir ? Was machst du so ? Du bist süß, ich mag dich !"

"Oh hey, sieh mich an ! Ich bin ein 19-jähriges Kind mit Liebeskummer und brauche jetzt furchtbar dringend eure Aufmerksamkeit und literweise schleimig triefendes Mitleid damit ich nicht anfange mir Gliedmaßen abzuschneiden oder das Internet mit drittklassiger Poesie vollzumüllen !"
 Ja. Das braucht die Welt.

Nein, ernsthaft, ich fang' schon an mich selber anzukotzen.
Auf jeden Fall bin ich definitiv nicht verstorben, weil man das als Blogger, nach mehr als zweiwöchiger Abwesenheit, ja unbedingt jedes einzelne Mal erwähnen muss.
Rückschlüssig lässt sich also davon ausgehen, dass Andere, wenn sie schon monatelang nicht mehr gepostet haben, wahrscheinlich tot sind.

bla bla bla - wie auch immer.

Vor ein paar Tagen oder so, hat irgendjemand nachts vor meinem Fenster lautstark meinen Vornamen gerufen. Das ist insofern verwirrend, als dass die Menschen, die mich kennen und deren Stimmen ich nicht auf Anhieb wiedererkennen würde, eigentlich alle nicht wissen wo ich wohne.
Ob ich jetzt Angst hätte, hat diese Stimme dann gerufen.
Hatte ich nicht, so seltsam die Situation auch war.

Überhaupt hab ich in letzter Zeit weniger Angst, weil es im Grunde nicht mehr viel gibt was ich verlieren könnte. Soll nicht heißen, dass es mir total dreckig ginge oder so, mir geht es sogar einigermaßen okay, aber ich hab' einfach nichts.

Ich bin im Moment nicht sonderlich kreativ, vor dem Staat immernoch arbeitslos und wie gehabt ohne Studium. Ich hab' keine Gegenstände an denen ich besonders hänge und die sich nicht ersetzen ließen und mit Menschen ist es fast ähnlich.

Überhaupt hab ich in letzter Zeit das Gefühl, dass so viele Menschen die ich kenne so elendig austauschbar wären, was bei mir zwangsläufig die Frage aufwirft ob ich das selbst vielleicht nicht auch bin, die ich mit, zumindest einem halbherzigen, "nein" beantworten würde, was aber natürlich nicht der allgemeinen Meinung entsprechen muss.

Tatsache ist jedenfalls, dass meine imaginäre Beerdigungsgesellschaft derzeit verdammt klein ausfallen würde. Und egal was ich schreibe, der Beitrag klingt wieder negativer als ich das eigentlich will. Ist ja nicht so als ob ich wirklich sterben würde oder so. Auch kein Suizidbullshit, wie ihn der ein oder andere Zwölfjährige vielleicht von sich gibt, ich stelle mir nur gelegentlich die Frage, wer von den mir bekannten Personen mich im Falle eines weltlichen Totalausfalls eigentlich vermissen würde. Vielleicht tut ihr das ja auch.

So oder so, begegne ich in letzter Zeit immer wieder ähnlichen Menschen. Ich hab' das Gefühl diese Menschen sind sich so ähnlich, dass sie mich schon während des ersten Gesprächs langweilen. Klingt arrogant, aber so mein ich das eigentlich nicht.
Ich hab' ganz einfach das Gefühl, dass es bestimmte Arten von Menschen gibt, die sich einfach in so vielen Dingen verdammt ähnlich sind, dass sie mir dermaßen austauschbar erscheinen, dass ich glaube, jegliche Konversation mit ihnen hätte schon mindestens einmal so stattgefunden.
Und das macht eine Person nicht gerade interessant.
Vielleicht sind sie sich aber auch nur in gerade den Punkten ähnlich auf die ich bei einem Menschen besonders achte und vielleicht erscheint mir das deswegen so. Jedenfalls wirken diese Leute auf mich dermaßen gleich, dass es mich schon fast deprimiert.

Währendessen wracke ich so vor mich hin und versage darin, endlich produktiver zu sein.
Ich hab' keine Ahnung, was ich eigentlich vom Leben, mir und den Anderen will, trotzdem geht es mir nicht wirklich schlecht. Ich bin nur Ziellos.