Samstag, 14. Juli 2012

Dich für 10 Minuten gewaltsam als Geisel zu halten...

...um dich für den Rest deines Lebens zu befreien.

Das Feedback zum letzten Beitrag war schwach und ich hab' das Gefühl, dass da was nicht angekommen ist. Wenn du aber einen Witz erklären musst verliert er grundsätzlich an Humor und so ist das auch mit viertklassiger Pseudokunst und Aussagekraft.

In letzter Zeit fühle ich mich unwohl, ein bisschen hilflos. Mir fällt es auch nicht gerade einfach das alles zu beschreiben, weil es ein wenig nach diesen Problemen klingen würde, die ich bei diesen "Alles ist ja so scheiße"-Kiddies bis jetzt immer belächelt hab', aber die Relevanz und der Druck eines Problems sind wohl doch noch viel subjektiver als ich dachte.

Irgendetwas in mir schreit nach Chaos. Ich hab' immer öfter das Bedürfnis meinen Mitmenschen ihre eigenen Fensterschreiben um die Ohren fliegen zu lassen. Ich will falsche Symbole und moderne Götzen brennen sehen und ich will das Unwahre, die schlechte Schauspielerei, das ewige in-eine-vorgesehene-Rolle-einfügen endlich aus meinem Blickfeld schaffen.

"Sei nicht wer du bist. Sei der den wir gerade brauchen." - ist das denn keine Seuche ?

Ich will, dass der Kellner im Restaurant mich anlächelt, weil er es will und nicht weil er sonst seinen Job verliert. Wenn ihm nicht danach ist, soll er es lassen, damit kann ich leben.

Ich sehe so verdammt viele Menschen Dinge tun die sie garnicht tun wollen und das nicht etwa aus Notwendigkeit, sondern nur weil man es von ihnen erwartet.

Ich spreche mit Leuten die offen zugeben zu hassen, was sie zur Zeit machen. Trotzdem sehe ich keine Initiative irgendetwas zu verändern.

Wir sagen viel zu vielen Dingen einen Sinn nach, welche eigentlich nur deßhalb "sinnvoll" sind, weil wir selbst behaupten sie wären es, so dass die wirklich sinnvollen Dinge in den Hintergrund rücken.

Irgendjemand muss uns alle vor uns selbst retten, damit wir keine Zombies werden. Damit wir nicht alle als gemeinsamer Mittelwert unserer selbst enden. Damit wir bunt sind statt grau.

Das Ding ist nur : Nichts dergleichen passiert.
Deswegen das Chaos. Nur Zerstörung, kein Tod.

Ich identifiziere mich immer mehr mit Filmfiguren wie etwa Heath Ledger's Joker oder Tyler Durden.
Aus irgendeinem Grund scheinen sie's begriffen zu haben und trotzdem ist mir ein solcher Mensch noch nie im wirklichen Leben aufgefallen.

Also fang an etwas zu verändern :



Geh in ein Restaurant, tu als würdest du an deinem Essen ersticken, lass dir das Leben retten und mach dadurch einen Menschen zum Helden.


Fang eine Schlägerei mit dem Aussenseiter an und lass dich übel aufmischen, damit er endlich den nötigen Respekt erhält.


Werd Briefträger und wirf Briefe in falsche Briefkästen, so dass sich neue Menschen kennenlernen.


Werd Arzt und erzähl deinen Patienten sie hätten nurnoch ein Jahr zu leben, damit sie endlich tun was sie immer wollten.


Werd Politiker und sprich dich für eine Diktatur aus, damit die Menschen eine Freiheitsbewegung gründen.


Halt mir eine Pistole an den Kopf und zwing mich endlich meine Träume zu verwirklichen. 



Verbreite Chaos und rette Leben.






Kommentare:

  1. http://azombieslife.blogspot.de/2012/07/liebster-blog-award.html

    getagged! :)

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  2. Hey du,
    vielen dank für dein letztes liebes Kommentar auf meinen Blog *knuddel* :)
    Die Idee ist wirklich gut. Beim nächsten mal werde ich es mal ausprobieren (wobei ich hoffe es gibt kein nächstes mal)
    lg

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  3. toller blog :)
    ich bin gleich mal Leserin geworden :
    vll schaust ja mal bei mir vorbei? würde mich freuen :*

    xo, Muffin

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