Donnerstag, 23. Februar 2012

Back To Black

Diesmal sehr treffend.
Keine dieser Überschriften die irgendwas darzustellen versuchen, sondern die sprichwörtlich vollendete Tatsache, fallbezogen aber eher Gedanke.

Ich vermisse meine 'schwarze Phase'.

Für alle die's nicht wissen : Seit 'n paar Monaten bin ich 19.
Alles um mich herum wird erwachsen, wird seriös, wird ernsthaft. Man versucht eingebildete innere Reife nach außen zu tragen und sieht aus wie die gesichtslosen Puppen im Zara Schaufenster. No Offence.

Ich behaupte ja auch garnicht irgendeine Ahnung von Mode zu haben, aber diese 'so-erwachsen-wirken-wollende'-Kleidung, die es wahrscheinlich nicht nur will, da sie es ja irgendwo tut, liegt mir einfach nicht.
Anzughemd mit Pollunder ? Oder ein knalliges Poloshirt, welches dank einem centimetergroßen aufgenähten Tier (sei es nun ein Krokodil oder dieses Hollister-Möwen-...Dings) mal eben das dreifache kostet ? Ich weiß ja nicht...
Und Schuhe ? Holy Crap...
Was ist aus Sneakern und Chucks geworden ? Nein, nein, die werden jetzt auf hochglanz poliert oder sind dünnschissfarben. Ich meine... ernsthaft : Warum sind so verdammt viele Schuhe seit ein paar Jahren dünnschissfarben ? (No Offence, again. Ich hab nur wirklich keine Ahnung wie man diesen Braun-Gelb-Orange-Mischton nennt und von der Optik her fällt mir derzeit kein besserer Name für ihn ein.)

Ich weiß noch mit 14/15. Damals fand ich diese ganze Emo Sache so schrecklich cool. Natürlich nur heimlich, immerhin haben es alle anderen ja gehasst. Meine Punk-Phase hatte ich natürlich auch. Rückblickend gesehen fiel sie aber ziemlich erbärmlich aus.
Und jetzt ?
hell,idunno!
Aber ich bin etwas bunter geworden. Nicht sehr, aber ein wenig. Und das ist keinesfalls schlecht. Ich glaube sogar bunt wird irgendwann das neue Schwarz. Aber ich fange an das alte Schwarz zu vermissen.

Liegt vielleicht bloß daran, dass ich gerade die Neuverfilmung von Stieg Larsson's Verblendung gesehen hab'. Steht dem Original übrigens in nichts nach. Ist auch nur ab 16, hätte meiner Meinung nach aber gut als ab 18 durchgehen können. Wasauchimmer.
Rooney Mara setzt in ihrer Rolle als Lisbeth Salander völlig neue modische Standarts, zumindest meiner bescheidenen Meinung nach.

Rooney Mara und Daniel Craig

Sie spielt ein wenig mit den dunkleren Farbtönen ohne immer komplett schwarz zu sein. Ich mag's.
Außerdem ist sie weniger gestriegelt, versucht nicht perfekt auszusehen und gewinnt gerade dadurch wie ich finde.
Löchrig, zerfetzt und dunkel ist das neue Cool.
In meiner Welt.

Skål !

Kommentare:

  1. Hey. :] Ich bin gerade zufällig auf deinen Blog gestoßen und habe die ersten Einträge gelesen.
    Zu deinem letzten kann ich sagen: Ich vermisse die schwarze Zeit auch. Das betrifft nicht einmal nur mich. Vor ein bis zwei war mein kompletter Freundeskreis "schwarz". Mittlerweile sind bestimmt 95% von ihnen "normal", richten sich nach all den Trends und wir haben uns auseinander gelebt. :/ Das ist wirklich schade.

    Liebe Grüße. ♥

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  2. Ohja, ich geb' Amy recht. Ich bin auch ziemlich normal geworden, was ich zwar nicht bereue, aber auch nicht so ganz das ist, was ich eigentlich liebe. Und der Film ist so toll. Ich hab das Buch schon gelesen und meiner Meinung nach ist es viel besser, da viele Szenen detaillierter und auch mit vielen Empfindungen geschmückt sind. Ihr Aussehen ist wunderbar und ich finde, dass es perfekt passt. Also dann - ich hoffe, dass du bald das findest wonach du in Sachen Kleidung suchst.

    :)

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